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Verdacht auf Schüsse
Randalierer löst in Münchener U-Bahn Großeinsatz aus

Verdacht auf Schüsse - Randalierer löst in Münchener U-Bahn Großeinsatz aus
130 Polizei- und Rettungskräfte waren zum Ort des Geschehens geeilt. FOTO: dpa, hoe vge
München. Ein Randalierer hat an einem Münchener U-Bahnhof so heftig gegen eine Scheibe geschlagen, dass Passanten einen Notruf wegen angeblich gefallener Schüsse absetzten. Die Polizei nahm einen 38-Jährigen fest. Mehrere Leute standen unter Schock.

Der 38 Jahre alte festgenommene Mann hatte Polizeiangaben zufolge an der Haltestelle am Hohenzollernplatz an die Fahrertür einer U-Bahn geschlagen. Aufgrund seines auffälligen Verhaltens habe wahrscheinlich ein unbeteiligter Passant den Nothalt der U-Bahn gezogen, sagte Polizeisprecher Thomas Baumann.

130 Polizeikräfte im Einsatz

Der Mann sei daraufhin ins Gleisbett gesprungen und der U-Bahn hinterher gelaufen. Er habe dann erneut versucht, in die Fahrerkabine einzudringen. Wenig später sei der "amtsbekannte" Mann festgenommen worden. Die Polizei war mit großem Aufgebot angerückt, etwa 130 Kräfte waren im Einsatz. Augenzeugen sprachen von bewaffneten Polizisten in schusssicheren Westen.

Warum zuerst Schüsse gemeldet worden waren, versuche die Polizei noch zu klären. "Es kann sein, dass der Mann eine Spritze in der Hand gehalten hat und das als Schusswaffe wahrgenommen worden ist", sagte Baumann. Die Polizei suchte dennoch das Gelände vorsorglich nach Waffen ab.

Die U-Bahnfahrerin war zunächst nicht vernehmungsfähig. "Sie hat einen gewaltigen Schock", sagte der Polizeisprecher. Auf die Frage, ob die Menschen nach dem Amoklauf mit neun Todesopfern vor gut einem Jahr in München ängstlicher reagierten, sagte Baumann: "Wir sind froh, wenn die Personen sensibel sind und Mitteilungen an die Polizei gemacht werden."

(beaw/dpa)
 
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