Society-Expertin: Für Fernsehmoderator bleibt "Schaden": Vergewaltigungsfall Türck: "Opfer wird diffamiert"
zuletzt aktualisiert: 25.03.2004 - 10:14Berlin (rpo). Für den Fernsehmoderator Andreas Türck werde der Schaden nach dem Vorwurf der Vergewaltigung "immer groß" bleiben, meint die Society-Expertin Sibylle Weischenberg. Diffamiert werde nicht Türck, sondern sein vermeintliches Opfer.
Die gegen den TV-Moderator Andreas Türck laufenden Verdachtsermittlungen wegen Vergewaltigung werden nach Ansicht von Society-Journalistin Sibylle Weischenberg nicht ohne Folgen für den 35-Jährigen bleiben. Selbst "wenn alles sich als Schall und Rauch erweisen sollte", werde der Schaden "immer groß" bleiben, sagte Weischenberg am Donnerstag in der Sat.1-Sendung "W.I.P.".
Sie betonte, dass es im Fall Türck "nicht um Diffarmierung" gehe. "Dieser Fall liegt eben anders", sagte die Gesellschaftsexpertin. Die junge Frau, die vor über einem Jahr in Frankfurt am Main angeblich von Türck vergewaltigt worden sein soll, habe eben nicht Anzeige erstattet oder sich an die Boulevardpresse gewandt, sondern einen Bekannten angerufen, dessen Telefon von der Polizei abgehört wurde.
Nach Ansicht von Weischenberg läuft vielmehr eine Diffarmierungskampagne gegen das vermeintliche Vergewaltigungsopfer. So habe der Anwalt von Türck ein "angebliches Gutachten" zitiert, wonach die Frau unter psychischen Störungen leide.
Andreas Türck war unmittelbar nach Bekanntwerden der Ermittlungen von seinem Sender ProSieben vorläufig beurlaubt worden. Der Sender geht nach eigenen Angaben zwar davon aus, dass der Moderator der "Chart Show" unschuldig ist, doch die Vorwürfe seien "sehr schwerwiegend".
Die Frankfurter Staatsanwaltschaft war im Februar 2003 durch eine Telefonüberwachung auf den Fall aufmerksam geworden. Über eine mögliche Anklage gegen Türck soll bis Ende April entschieden werden.
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