Hormonbelastung ist beim varginal getragenen Ring geringer: Verhütungsring als Alternative zur Anti-Baby-Pille
zuletzt aktualisiert: 05.03.2004 - 16:32Freiburg (rpo). Für Frauen, die keine Kinder (mehr) wollen, und eine Spirale nicht vertragen oder das tägliche Schlucken der Pille leid sind, gibt es eine Alternative: den Verhütungsring, der bereits erhältlich ist. Derzeit wird diese Verhütungsmethode an der Universitäts-Frauenklinik Freiburg getestet.
Die Hormonbelastung sei bei dem vaginal getragenen Ring geringer als bei der Pille, berichten die Wissenschaftler. Die Hormonspiegel passten sich zudem eher den natürlichen Hormonspiegeln während des Monatszyklus an. Der entscheidende Vorteil gegenüber der Pille sei aber, dass die Verhütung nicht vergessen werden könne, da der Ring drei Wochen lang ständig getragen werde.
Die Mediziner betonen, dass die Anti-Baby-Pille zwar eines der sichersten Verhütungsmitteln sei. Allerdings setze die Sicherheit die tägliche Einnahme voraus, was weit weniger häufig als gedacht auch funktioniere: Rund 47 Prozent der betroffenen Mädchen und Frauen vergessen den Angaben zufolge mindestens eine Tablette pro Zyklus und 22 Prozent sogar zwei oder mehr Tabletten.
Bei minderjährigen Mädchen führten Einnahmefehler zu einer seit Jahren konstant hohen Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen, erklärten die Ärzte. In der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen komme mindestens ein Schwangerschaftsabbruch auf zwei Lebendgeburten. Daher liege es nahe, die hormonale Empfängnisverhütung mit Methoden zu erleichtern, die weniger Einnahmedisziplin erforderten.
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