Leichter Besucherrückgang auf Oktoberfest: Verschärfte Kontrollen am Münchner Hauptbahnhof
zuletzt aktualisiert: 29.09.2009 - 16:05München (RPO). Zusätzlich zu dem Sicherheitsgürtel rund um das Münchner Oktoberfest hat die Polizei nun auch ihre Kontrollen auf dem Hauptbahnhof massiv verschärft. Intensivere Gepäckkontrollen und eine Sperrung der Schließfachanlagen sollen die Terrorgefahr senken.
Bis zum Ende der Wiesn am kommenden Sonntag seien die Schließfachanlagen am Münchner Hauptbahnhof gesperrt, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Zudem werde es mehr und intensivere Personen- und Gepäckkontrollen geben. Dazu würden bestimmte Zugangswege und Zufahrten teilweise oder ganz gesperrt.
Islamistische Terroristen hatten mehrere Drohvideos veröffentlicht und in zwei davon Bezug auf das größte Volksfest der Welt genommen. "Die Sicherheitsbehörden gehen von einer erhöhten Gefährdungslage aus", hieß es. Da ein Großteil der Oktoberfestbesucher die Bahn und den öffentlichen Nahverkehr nutze, habe man eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen beschlossen.
"Leichter, nicht dramatischer Rückgang"
Die verstärkten Anti-Terror-Vorkehrungen auf dem Oktoberfest halten offenbar auch Festbesucher ab. Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl sagte der AP, am Dienstag sei ein "leichter, nicht dramatischer Rückgang" zu beobachten gewesen. So habe sie trotz Familien-Nachmittags mit ermäßigten Preisen "nicht so viele Kinder wie sonst" gesehen. Generell sei nun mit einer leichten Dämpfung zu rechnen. Von Platz-Stornierungen in den Zelten habe sie aber noch nichts erfahren, sagte Weishäupl.
Aus Sorge vor Terroranschlägen wurde zu Wochenbeginn rund um die Theresienwiese ein Sicherheitsgürtel eingerichtet. Nur Anwohner und Lieferanten des Oktoberfestes dürfen nach strengen Polizeikontrollen in die Straßen in unmittelbarer Nähe zur Festwiese einfahren. Auch die Eingangskontrollen auf dem Oktoberfest wurden verschärft.
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