Burnout-Syndrom: Viele Polizisten sind am Ende ihrer Kräfte
zuletzt aktualisiert: 27.05.2009 - 12:07Duisburg/Düsseldorf (RPO). Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) warnt: Viele Polizisten in NRW haben demnach mit gravierenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Mindestens ein Fünftel der Beamten sei mehr als sechs Wochen im Jahr dienstunfähig. Grund: chronische Überlastung.
Betroffen seinen mindestens zwanzig Prozent der rund 38.000 Polizisten in NRW. Manche Kollegen seien über viele Monate dauerhaft krank, teilte DPolG-Chef Rainer Wendt am Mittwoch mit. "Burnout-Syndrom, körperliche Erschöpfung, psychische Überforderung zermürben die Gesundheit der Einsatzkräfte", fügte der Gewerkschafter hinzu. Das Land müsse darauf reagieren.
Seit Jahresbeginn habe die Landesregierung eine konsequente Umsetzung des "Betrieblichen Eingliederungsmanagements" auch in der Polizei angeordnet. Wer länger als sechs Wochen lang krank ist, werde zu einem Gespräch eingeladen, um über die persönliche Situation zu sprechen. "Wir bekommen schlimme Schicksale zu hören, die Lage einzelner Polizisten ist teilweise pure Verzweiflung und Sorge um die eigene Gesundheit und das Familienleben", sagte Wendt.
"Die Politik muss jetzt sofort handeln", forderte der Gewerkschaftschef und listete eine Reihe von Vorschlägen auf, um vor allem in besonders belasteten Einheiten schon kurzfristig zu helfen. Nötig seien mehr freie Tage, Kuren und Gesundheitsprogramme.
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