Hinweise auf Nazi-Verbrecher: Vier Menschen wollen "Dr. Tod" gesehen haben
zuletzt aktualisiert: 18.07.2008 - 12:51Buenos Aires (RPO). In Argentinien meldeten mindestens vier Menschen, dass sie den meistgesuchten Nazi-Verbrecher Aribert Heim - auch "Dr. Tod" genannt - in den vergangenen Wochen lebend gesehen hätten. Das sagte der Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, Efraim Zuroff, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.
Zuroff hatte in der vergangenen Woche in Argentinien nach Hinweisen auf den Österreicher Heim gesucht. "Wir stehen jetzt besser da als vorher", sagte Zuroff. "Das garantiert nicht, dass wir Heim fassen, aber ich habe Hoffnung."
Heim könnte schon in den kommenden Wochen oder Monaten aufgespürt werden. Zuroff begann seine Ermittlungen in der Hafenstadt Puerto Montt, wo Heims Tochter lange Zeit lebte. Sie reiste nach Angaben von Zuroff häufig nach San Carlos de Bariloche in Patagonien. Auch dort suchte Zuroff nach Hinweisen.
Sollte Heim noch leben, wäre er heute 94 Jahre alt. Er war im KZ Mauthausen als "Dr. Tod" und "Schlächter von Mauthausen" berüchtigt und soll 1941 als SS-Arzt zahlreiche Häftlinge gefoltert und getötet haben. Heim arbeitete nach dem Krieg als Arzt in Süddeutschland. Als 1962 Anklage gegen ihn erhoben wurde, tauchte er unter.
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