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Disziplinarverfahren
Vier Polizisten in Sachsen-Anhalt könnten "Reichsbürger" sein

Vier mutmaßliche "Reichsbürger" bei Polizei in Sachsen-Anhalt
"Reichsbürger" nehmen den deutschen Staat nicht an, verweigern Steuerzahlungen und stellen sich selbst Dokumente aus. (Symbolbild) FOTO: dpa, pse lof sja
Magdeburg. Weil sie sogenannte "Reichsbürger" sein sollen, sind Disziplinarverfahren gegen vier Polizisten bei der Landespolizei in Sachsen-Anhalt eingeleitet worden. Drei von ihnen wurden laut Polizei bereits suspendiert.

Das teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Für mögliche Fälle in der übrigen Landesverwaltung könne das Ministerium in Magdeburg keine Auskünfte geben. Welche Aufgaben die vier Beamten haben und seit wann die Verfahren laufen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass auch gegen vier Beamte der Bayerischen Polizei ermittelt wird. Das Innenministerium in München hatte bestätigt, dass gegen vier Polizisten der Verdacht bestehe, sie könnten der "Reichsbürger"-Bewegung angehören. Zwei Beamte seien suspendiert worden, bei den beiden anderen liefen die Verfahren noch.

In der vergangenen Woche war es zu Zwischenfällen mit der rechtsgerichteten Bewegung gekommen: Am Donnerstag hatten ein "Reichsbürger" und seine Frau Polizisten in Sachsen-Anhalt angegriffen. Am Mittwoch hatte ein 49-jähriger "Reichsbürger" in Georgensgmünd bei Nürnberg einen Polizisten erschossen und drei weitere verletzt.

(mre/dpa)
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