A 99 und A 8 Richtung Stuttgart mehrere Stunden gesperrt: Vier Tote nach Geisterfahrt auf der A 8
zuletzt aktualisiert: 16.08.2004 - 12:21München (rpo). Vier Menschen starben bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 8 bei Eschenried in der Nähe von München. Ein 80-Jähriger fuhr mit seinem Wagen in die verkehrte Richtung und prallte mit einem anderen Pkw frontal zusammen.
Offenbar hatte der 80-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Wiehl zuvor eine Ausfahrt verpasst. Seine Frau sagte am Unfallort zu Rettungskräften, sie seien "an der letzten Auffahrt vorbeigefahren". Die Polizei vermutet, dass der Mann daraufhin auf dem Seitenstreifen angehalten hat. Dann wendete er über alle vier Fahrspuren hinweg zwischen den Anschlussstellen Dachau und Langwied in Fahrtrichtung München.
Dabei prallte ein entgegenkommender Pkw zunächst frontal auf den Geisterfahrer und wurde anschließend gegen eine Betonmauer geschleudert.
Der Unfallverursacher, der 47-jährige Fahrer des zweiten Autos sowie dessen 40 Jahre alte Lebensgefährtin starben noch am Unfallort. Die Ehefrau des Geisterfahrers kam schwerverletzt in ein Krankenhaus und erlag dort Stunden später ihren Verletzungen.
Sowohl die Westtangente A 99 wie die A 8 Richtung Stuttgart waren bis zum Abend mehrere Stunden gesperrt.
Erst im Juni hatte ein 89-jähriger Falschfahrer auf der A 94 östlich von München einen Unfall verursacht, bei dem ein 36-jähriger Mann und dessen drei Jahre alte Tochter starben. Rund zweieinhalb Wochen später riss ein Geisterfahrer in Niederbayern bei einem Unfall drei Menschen in den Tod. Der 19-Jährige fuhr auf der Autobahn A 3 alkoholisiert in falscher Richtung auf die Autobahn. Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Kleintransporter starben zwei Erwachsene und ein vierjähriges Mädchen.
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