Hintergrund: Volkskrankheit Depressionen
zuletzt aktualisiert: 13.11.2009 - 21:59Neuss (RPO). Nationaltorhüter Robert Enke litt unter schweren Depressionen. Jahrelang hat er sie vor der Öffentlichkeit verborgen. Enke ist kein Einzelfall. In Deutschland gibt es Millionen Menschen, die unter derselben Krankheit leiden.
Depressionen sind eine Volkskrankheit. Millionen Deutsche haben schon einmal depressive Phasen gehabt oder kämpfen regelmäßig dagegen an. Alter, Geschlecht oder soziale Stellung spielen dabei keine Rolle.
Die Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit. Mehr als zehn Prozent der schwer an Depressionen erkrankten Menschen begehen Selbstmord.
Bis es jedoch zu so einer ausgeprägten Depression kommt, gibt es meist eine lange Krankheitsgeschichte. Bei vielen depressiven Menschen bemerkt man anfänglich nichts von ihrer Krankheit. Die Ursachen sind vielfältig und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag sein.
Eine Depression kann aber auch aus anderen bereits vorhandenen Erkrankungen entstehen. So sind z.B. Menschen, die an Zwängen, Angsterkrankungen, Alkoholismus, Phobien, Schlaflosigkeit oder chronischen Schmerzen leiden, anfällig für eine Depression.
Normalerweise entwickeln sich die Auswirkungen der Krankheit langsam. Meist fängt alles mit Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit an, dazu kommt noch das ständige Gefühl, daß alles in der Welt negativ ist. Man verliert so in sehr kurzer Zeit sein Selbstwertgefühl, gibt sich für alles Schuld und sieht schwarz in die Zukunft.
Manisch-Depressive, bei denen sich übermäßig gehobene Stimmung und tiefe Niedergeschlagenheit abwechseln, erleben mehr und kürzere Phasen. Deren Abstände schrumpfen zudem, je länger die Störung anhält.
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