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Tipps für Eltern und Großeltern
Die 7 goldenen Regeln des Vorlesens

Vorlesen lernen: 7 Tipps fürs richtige Vorlesen und warum es gut ist
Regelmäßiges Vorlesen prägt Kinder positiv. FOTO: Diagentur
Mainz. Wenn doch alle wissen, wie gut das Vorlesen ist, warum machen es dann nicht einfach alle? Nach der jüngsten Studie zum Thema lesen 15 Prozent der Eltern in Deutschland ihrem Nachwuchs seltener als einmal die Woche etwas vor und weitere 15 Prozent verzichten auf diese offenbar lästige Tätigkeit vollständig.  Von Lothar Schröder

Wenn das schon seit Jahren so ist, dann scheinen die nachweislichen Vorteile des Vorlesens kaum zu beeindrucken: dass etwa Kinder, die in den Genuss vorgelesener Geschichten kommen, zu einem großen Teil bessere schulische Leistungen erbringen – und das unabhängig vom Bildungsniveau der Eltern; dass sie überdies zuverlässiger und selbstbewusster sind, über einen ausgeprägteren Gerechtigkeitssinn und ein gutes Sozialverhalten verfügen.

Das alles hat die Studie – bei der 524 Kinder eingehender betrachtet wurden – bestätigt. Dass das Vorlesen es bis heute dennoch nicht zum geistigen Volkssport gebracht hat, liegt vielleicht auch daran, dass bei all den löblichen Ermunterungen gleich immer so viel Pädagogik mitspielt. Vielleicht vermiest auch das manchem den Griff zum Buch. Dabei kann Lesen und Vorlesen auch einfach nur Spaß machen. Und damit das auch richtig gut gelingt, haben wir mit Hilfe der Stiftung Lesen sieben goldene Regeln fürs Vorlesen aus Freude aufgestellt.

7 goldene Regeln des Vorlesens

  1. Lesen Sie langsam und deutlich vor, laut und verständlich.
  2. Setzen Sie Gestik und Mimik ein, um die Geschichte zu veranschaulichen – aber: im Vordergrund steht immer die Geschichte, nie der Vorlesende.
  3. Bringen Sie stimmliche Mittel zum Einsatz, sprechen Sie lauter oder leiser und geben Sie verschiedenen Personen auch verschiedene Tonlagen.
  4. Machen Sie Pausen und stellen Sie Blickkontakt zum Kind her.
  5. Lesen Sie den Text nicht in einem Stück vor; denn Kinder möchten gerne Fragen stellen und eigene Gedanken einbringen. Haben Sie Geduld und nehmen Sie Kommentare als Anregung auf.
  6. Textabschnitte dürfen auch gekürzt, ausgeschmückt und variiert werden; wechseln Sie zwischen Vorlesen und Erzählen.
  7. Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche im Anschluss an das Vorlesen und sprechen Sie mit dem Kind über das Gelesene.
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