| 13.06 Uhr

Warnung vor Sex mit Migranten
Philologenverband entschuldigt sich

Warnung vor Sex mit Migranten: Philologenverband entschuldigt sich
"Die Wortwahl einiger Passagen sehe ich im Nachhinein als unglücklich und missverständlich gewählt", schreibt Mannke. FOTO: Screenshot Homepage Philologenverband Sachsen-Anhalt
Merseburg. Jürgen Mannke hatte Schülerinnen vor Sex mit muslimischen Flüchtlingen gewarnt. Jetzt entschuldigt sich der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt in einer kurzen Stellungnahme. Er habe nie die Absicht gehabt, "nationalistische Klischees zu bedienen oder zu pauschalisieren".

Die Kritik an seinem Kommentar zur Flüchtlingspolitik war verheerend, der öffentliche Druck groß. Jetzt entschuldigt sich der Philologe Jürgen Mannke im Netz für seinen verbalen Aussetzer. "Die Wortwahl einiger Passagen sehe ich im Nachhinein als unglücklich und missverständlich gewählt", schreibt der Philologen-Chef in einer persönlichen Erklärung auf der Homepage seines Verbandes.

Mannke habe niemals die Absicht gehabt, "Menschen anderer Religionen, Nationen und Kulturen zu diffamieren, Ängste zu schüren, nationalistische Klischees zu bedienen oder zu pauschalisieren". Auch seine Stellvertreterin Iris Seltmann-Kuke entschuldigte sich. Sie hatte die Erklärung ebenfalls unterschrieben.

Mannke hatte mit einem Kommentar in seiner Verbandszeitschrift für Schlagzeilen gesorgt. Darin fragte er, wie junge Mädchen vor Sex mit muslimischen Männern gewarnt werden könnten. Es sei ganz natürlich, dass diese "jungen, oft auch ungebildeten Männer auch ein Bedürfnis nach Sexualität hätten", schrieb der Philologe damals.

Er berichtete aus "Gesprächen mit Bekannten", die von sexuellen Übergriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Supermärkten erzählten. Er wolle daher "unsere jungen Mädchen im Alter ab 12 Jahren so aufklären, dass sie sich nicht auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen".

Der Text löste große Empörung aus und wurde aus allen Richtungen auf das Äußerste verurteilt

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(gol)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.