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Eisbrecher in Magdeburg
  Foto: dpa, Jens Wolf
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Es bleibt frostig: Wasserstraßen in NRW frieren zu

zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 - 10:30

Offenbach (RPO). Der frostige Winter lässt viele Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen komplett zufrieren. "Wir haben den Mittellandkanal gesperrt. Bei uns fährt kein Schiff mehr", sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden, Henning Buchholz, am Mittwoch. "Wir können mit unseren Eisbrechern das Eis nicht mehr wegschieben. Die Eisdecke ist sehr hart und wächst schnell."

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal fuhren am Mittwoch Eisbrecher, um noch einige Schiffe zu begleiten, die zum Rhein unterwegs waren.

Der Frost in Deutschland hat etwas nachgelassen, aber Plusgrade sind vorerst nicht in Sicht. Die Nacht zum Mittwoch sei nicht mehr so klirrend kalt gewesen wie die vorangegangene, ergaben die Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

Aber immer noch gab es überall zweistellige Minusgrade. Am kältesten war die Nacht im bayerischen Oberstdorf mit minus 23 Grad, im Erzgebirge herrschten bis zu minus 18 Grad. Die Nacht zum Dienstag hatte Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht, vor allem in Thüringen, Sachsen und Brandenburg.

Es bleibt vorerst frostig, auch tagsüber. In der Nacht zum Donnerstag soll es vor allem im Süden und Südosten wieder zweistellige Minusgrade geben.

Ölpreis auf höchstem Stand seit 2008

Die Kältewelle in Europa hat den Heizölpreis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2008 getrieben. Für 100 Liter Heizöl mussten die Verbraucher am Dienstag 92,80 Euro bezahlen (bei Abnahme von 3000 Litern), geht aus dem täglichen Marktüberblick der Firma Tecson in Felde (Schleswig-Holstein) hervor.

Auch Rohöl ist mit mehr als 116 Dollar für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent so teuer wie noch nie in diesem Jahr.

Die Nachfrage nach Heizöl sei sprunghaft gestiegen und die Versorgung der Raffinerien und Tanklager durch zugefrorene Flüsse stark behindert, schreibt der Heizölhändler FastEnergy auf seiner Internet-Seite.

Viele Verbraucher seien nicht ausreichend auf den Kälteeinbruch vorbereitet gewesen und mussten kurzfristig nachbestellen. Die Lieferzeiten haben sich regional unterschiedlich auf zwei bis vier Wochen verlängert.

Quelle: dpa

 
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