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Sie ist in mindestens 30 Verbrechen verwickelt
Weitere DNA-Spur der "Phantommörderin"
Sie ist in mindestens 30 Verbrechen verwickelt: Weitere DNA-Spur der "Phantommörderin"
Politisches Engagement wird dem Menschen offenbar in die Wiege gelegt - der Gene sei dank. FOTO: AP, AP
Saarbrücken/Heilbronn (RPO). Von der mysteriösen "Phantommörderin" ist eine weitere Spur aufgetaucht. Nachdem ihre DNA bereits mit dem Mord an einem Heilbronner Polizisten und zwei weiteren Morden in Zusammenhang gebracht wurde, hat man ihre genetische Spur jetzt auch in Saarbrücken entdeckt.

Dort hat sie ihre Spur auch bei einem Einbruch hinterlassen. Wie der Sprecher der Saarbrücker Polizei am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP sagte, fand sich die DNA-Spur der bisher nicht identifizierten Frau auf dem Stein, mit dem am 3. Oktober 2006 in Saarbrücken-Burbach die Glasscheibe einer Terrassentür eingeschlagen worden war. Gestohlen wurde bei dem Einbruch nichts.

Die Ermittler haben bisher bei 30 Straftaten die DNA-Spur der Gesuchten gefunden, wie der Sprecher der Heilbronner Polizei erklärte: in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Österreich und Frankreich. Am  Mittwoch will die Sonderkommission über den Stand der Ermittlungen und weiteren Tatorten in diesem Zusammenhang berichten.

Vor einem Jahr, am 25. April 2007, wurden zwei Polizisten auf der Heilbronner Theresienwiese niedergeschossen; eine 22-jährige Polizistin wurde mit einem Kopfschuss getötet. Die Täterin hinterließ ihre DNA-Spur am Dienstfahrzeug der Beamten.

Die Spurenkomplexe weisen nach Angaben der Polizei in drei Richtungen; der Polizistenmord passe eigentlich nicht ins Schema. Zumeist handele es sich bei den Verbrechen um Eigentumsdelikte. Die gesuchte Frau wird aber auch mit den Morden an einer Rentnerin in Idar-Oberstein 1993 und an einem Rentner in Freiburg 2003 in Verbindung gebracht.

Außerdem gab es eine DNA-Spur im Fall der drei im Januar dieses Jahres ermordeten georgischen Gebrauchtwagenhändler im Raum Heppenheim. Sie befand sich in dem Auto des mutmaßlichen Täters. Der Iraker war V-Mann des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts, das ihm den Ford Escort zur Verfügung gestellt hatte.

Quelle: ap
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