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Ehrung für die Stubentiger
Auf Youtube ist jeder Tag Weltkatzentag

Weltkatzentag: Die süßesten Katzen unserer Leser
Düsseldorf. Katzen werden schon seit Jahrtausenden von Menschen verehrt. Und nicht nur zum Weltkatzentag zeigen Herrchen und Frauchen, wie lieb und teuer ihnen die Stubentiger sind. Im Internet sind die Vierbeiner übrigens schon seit Jahren ein Dauerbrenner und Garant für Millionen Klicks. Von Marcel Romahn

Tollpatschig, schreckhaft, verärgert, unheimlich oder einfach nur soooo süß - das schauspielerische Repertoire von Katzen scheint gewaltig zu sein. Auf Youtube sind die flauschigen Vierbeiner längst weltweit berühmt, die Klickzahlen teilweise achtstellig. Allein der Suchbegriff "cat video" hat auf Youtube knapp 24 Millionen Treffer.

Und am 8. August, dem Weltkatzentag werden sicher viele Klicks dazukommen. Doch warum sind Katzenvideos so beliebt? Forscher der Indiana University Bloomington fanden heraus: Sie machen glücklich und gesund. 7000 Menschen nahmen im Juni an einer Studie teil und schauten sich Videos an. Der Großteil aller Probanden - genaue Zahlen werden nicht genannt - sei danach "deutlich positiver gestimmt gewesen". Der Effekt der Videos überlagere Gefühle wie Trauer, Angst und Stress. Die Arbeit sei vielen nach Anschauen eines Videos leichter gefallen. Daher sprechen die Wissenschaftler bei Katzenvideos sogar von einer effektiven Tier-Therapie.

Hier finden Sie übrigens die süßesten Katzen-Videos unserer Leser.

Fakten rund um die Katze

KATZENGÖTTIN: Schon vor rund 4000 Jahren hielten reiche Ägypter Katzen als Heimtiere. Die damals als Schützerin gegen das Böse und Göttin der Fruchtbarkeit verehrte Bastet wurde in Katzengestalt dargestellt. Trotz strengen Ausfuhrverbots traten die Tiere von dort aus lange vor Christi Geburt ihren Siegeszug um die Welt an.

RASSEKATZEN: Mehr als 40 Rassen von Hauskatzen (Felis silvestris catus) haben sich aus der ägyptischen Falbkatze entwickelt. Die "Maine Coon" als größte Rassekatze wird fast einen Meter lang.

MASSEKATZEN: 2014 lebten in Deutschland 11,8 Millionen Katzen: In jedem fünften Haushalt der Bundesrepublik wird miaut. Der Hund als zweitbester Freund des Menschen bringt es hierzulande nur auf 6,9 Millionen Exemplare.

VERSUCHSKATZEN: 793 Katzen wurden 2013 in Deutschland für Tierversuche oder andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt (zum Vergleich: 2542 Hunde und 2,2 Millionen Mäuse waren Versuchstiere).

UNI-KATZE: "Fräulein Sinner" heißt die Campuskatze der Universität Hildesheim. Seit zwölf Jahren streunt die grau-weiß-getigerte Mieze durch die Flure. Versuche, das Tier in einer Pflegefamilie oder im Tierheim unterzubringen, schlugen fehl: "Fräulein Sinner" kommt immer wieder in die Uni zurück.

LAUTE KATZE: "Merlin" aus dem südenglischen Torquay hält seit dem vergangenen Mai den Weltrekord im laut Schnurren. Stattliche 67,8 Dezibel - etwa der Lärm eines Rasenmähers - brachten dem Kater einen Eintrag ins Guinness-Buch und Frauchen einen TV-Auftritt.

TEURE KATZEN: Fast 1,6 Milliarden Euro wurden 2014 in Deutschland für Katzenfutter ausgegeben. Für Katzenstreu kamen 265 Millionen dazu, für Zubehör weitere 181 Millionen.

REICHE KATZE: Der Kater "Tommasino" erbte 2011 in Rom von seinem mit 94 Jahren gestorbenen Frauchen eine Villa, zwei Wohnungen, Ländereien und Bargeld im Gesamtwert von zehn Millionen Euro. Laut Testament muss er das Geld aber mit anderen "armen Katzen" teilen.

KOSMETIKKATZE: Modezar Karl Lagerfeld bietet seinem Kätzchen "Choupette" ein Leben in Luxus. Es speist von silbernen Tellern und spielt mit Würfelchen aus Nerz-Fell. Das Tier steht sogar Pate für eine Kosmetik-Kollektion: In der Schreibweise "Shupette" blickt das weiße Kätzchen unter anderem von Parfüm-Flakons und Creme-Döschen.

KRIMINELLE KATZE: Der diebische Kater "Findus" beschäftigte 2013 die Polizei in Lindau-Revensdorf bei Kiel. Zum Leidwesen seines Herrchens brachte ihm das Tier wochenlang von nächtlichen Beutezügen Socken, Handtücher und Unterwäsche mit. Mit wenig Erfolg suchten die Ordnungshüter in der Nachbarschaft nach den rechtmäßigen Besitzern der Textilien.

RETTERKATZE: Die streunende Katze "Maschka" wärmte im vergangenen Januar im russischen Obninsk stundenlang ein bei Frost ausgesetztes Baby und rettete es damit wohl vor dem Erfrieren. Neben dem etwa zwei Monate alten Jungen in einem Pappkarton miaute "Maschka" so lange, bis zweibeinige Helfer das Kind in ein Krankenhaus brachten.

HELDENKATZE: In Eagle River (US-Bundesstaat Alaska) verteidigte vor wenigen Tagen ein mutiger Stubentiger sein Heim gegen einen neugierigen Schwarzbären. Als Meister Petz auf der Terrasse stand, reichte ein beherzter Katzen-Sprung an die Glastür, um den Bären wieder zu vertreiben. Ein Einzelfall? Nicht in Alaska! Schon 2010 stellte sich eine "Heldenkatze" einem Bären sogar außerhalb des Hauses entgegen und verjagte ihn laut fauchend vom Grundstück. Und 2014 verjagte eine Katze einen Hund, der das Kind der Familie angegriffen und gebissen hatte.

mit Agentur-Material

(RP/dpa)
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