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Schock in Westerland
Mann stirbt bei Messerstecherei in Flüchtlingsheim auf Sylt

Westerland/Sylt: Mann stirbt bei Messerstecherei in Flüchtlingsheim
Blutspuren an der Flüchtlingsunterkunft in Westerland. Das Opfer soll mindestens seit vergangenem Jahr dort gelebt haben. FOTO: dpa, reh jhe
Westerland. Bei einer Messerstecherei in einer Flüchtlingsunterkunft in Westerland auf Sylt ist am Mittwoch ein Mann getötet worden. Er starb nach einem heftigem Streit mit vermutlich drei Beteiligten.

Als dringend tatverdächtig nahm die Polizei einen Mann fest. Nationalität und Alter von Opfer und Täter machten die Ermittler zunächst nicht publik. Zuvor hatte das Onlineportal shz.de berichtet.

"Diese Tat macht mich betroffen und traurig, wie bei jedem, der Opfer von Gewalt wird", sagte Bürgermeister Nikolas Häckel. "Das ist losgelöst von der Flüchtlingsthematik." Über Hintergründe des tödlichen Streits wurde zunächst nichts bekannt. Das Opfer soll mindestens seit vergangenem Jahr dort gelebt haben.

Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Flucht festgenommen. Aus welchem Land er und das Opfer stammen, teilte die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft noch nicht mit - es gebe Widersprüche in den Daten zu klären. Auch blieb offen, ob der Getötete ein Asylbewerber war.

In der Unterkunft sind etwa 30 Menschen untergebracht: Flüchtlinge aus mehreren Nationen und Deutsche. Das Haus diente früher als Obdachlosenheim. Auf der Nordseeinsel leben derzeit etwa 160 Flüchtlinge.

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(hebu/dpa)
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