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Regionalbahn in Duisburg blieb liegen
Wieder Bahn-Verspätungen durch Kälte

Februar 2012: Kältewelle fordert viele Todesopfer
Februar 2012: Kältewelle fordert viele Todesopfer FOTO: dpa, Sergey Dolzhenko
Duisburg. Auf den Gleisen der Deutschen Bahn kommt es offenbar durch die Kälte wieder zu Problemen mit festgefroren Weichen. Am Donnerstagmorgen blieb ein Regionalexpress in Richtung Düsseldorf aufgrund einer Weichenstörung am Duisburger Hauptbahnhof stehen. Es kam zu weiteren Verspätungen.

Die Deutsche Bahn wird im Winter immer wieder mit Problemen konfrontiert.  Wie viele Züge insgesamt in der Region von Weichenstörungen betroffen sind, konnte der Unternehmenssprecher nicht sagen. Die Störung am Duisburger Hauptbahnhof war um 7.30 Uhr wieder behoben. Es kam jedoch zu erheblichen Verspätungen im nachfolgenden Bahnverkehr. Auch in den kommenden Tagen wird die Kälte Deutschland und NRW weiter fest im griff haben.

Gegen 5 Uhr hatte am Donnerstag ein technischer Defekt den Verkehr in Richtung Düsseldorf zum Stillstand gebracht. Dass das Problem in Duisburg wetterbedingt war, konnte ein Sprecher der Deutschen Bahn nicht mit voller Sicherheit bestätigen: "Der Vorfall könnte mit der Kälte zusammen hängen, sicher ist das aber nicht."

Wie der Unternehmenssprecher weiter mitteilte, seien mittlerweile viele Weichen  der Deutschen Bahn vorsorglich mit Heizungen ausgestattet worden. Bei Kälte  seien technische Anlagen jedoch anfällig für Fehler. Bei Weichen, die mit einem Drahtzug bedient werden, können Drähte brechen. Zusätzlich frieren oft mechanische Teile der Weichenanlagen fest. 

In Emmerich war es bereits am Dienstag, 31. Januar, zu technischen Problemen mit einem ICE gekommen. Der Zug war auf freier Strecke in Höhe Emmerich-Praest stehen geblieben und hatte daraufhin die Verbindung zur Oberleitung verloren. Der Strom im ICE fiel aus, die Feuerwehr evakuierte den Zug.

Grube: Kälte kein Problem

Die eisige Kälte bereitet der Deutschen Bahn laut eigener Aussage bislang keine Probleme. 92,5 Prozent der Züge seien pünktlich, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Donnerstag im Presseclub München. Damit liegt der Wert in etwa auf der Höhe des Durchschnittswerts von 92,9 Prozent im Gesamtjahr 2011. Derzeit profitiert die Bahn auch von weniger Baustellen. "Wir haben alle Baustellen zugemacht", sagte Grube.

Schnee und Eis erweisen sich oft als Störfaktoren für das Unternehmen. Die anfälligsten Teile der Züge liegen an der Unterseite der Fahrzeuge, an der sich Schnee und Eis besonders schnell festsetzen. Geht etwas kaputt, müssen die betroffenen Teile vor der Reparatur zunächst abgetaut werden.

Vor allem an Achsen, Bremsanlagen und dort, wo die Züge gekuppelt werden, verdichten sich Schnee und Eis aber zu hartnäckigen Blöcken. Das Abtauen dauert bei einer mehrere Zentimeter dicken Eisschicht einige Stunden.

(anch/top/csr/csi/felt)
 
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