Amoklauf von Winnenden: Wirbel um Polizei-Hubschrauber
zuletzt aktualisiert: 07.04.2009 - 19:26Hamburg (RPO). Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) ist am Tag des Amoklaufs von Winnenden von einem Hubschrauber aus Mainz abgeholt und zum Tatort geflogen worden, obwohl das Fluggerät einem Medienbericht zufolge für operative Einsätze gebraucht worden wäre.
Das berichtete die Online-Ausgabe des Hamburger Magazins "Stern" am Dienstag. Oettinger war am 11. März in Mainz Gast der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion, als er über den Amoklauf informiert wurde. Da er schnell am Tatort sein wollte, habe sein Tross nach einem Helikopter der baden-württembergischen Polizeihubschrauber-Staffel telefoniert. Wie "stern.de" berichtete, wurde auf dem Stuttgarter Flughafen eine Bereitstellung zunächst abgelehnt, da alle Maschinen gebraucht würden.
Der angeforderte Hubschrauber sei dann Oettinger auf Anweisung des baden-württembergischen Landespolizeipräsidenten Erwin Hetger dennoch zur Verfügung gestellt worden.
Diese Entscheidung sei in Polizeikreisen offenbar auf Verstimmung gestoßen. Denn an diesem Tag seien auch Beamte des in Göppingen stationierten Spezialeinsatzkommandos (SEK) nach Winnenden transportiert worden - nach einem Bericht der "Neuen Württembergischen Zeitung" allerdings nur "zum Teil im Hubschrauber".
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