TV-Star hat hohe Schulden: Wussows Gläubiger wollen Tagegeld pfänden
zuletzt aktualisiert: 20.07.2006 - 07:13 Düsseldorf (RP). Schlimmer geht’s immer: Mit diesem Titel könnte ein weiteres tragisches Kapitel im Leben von Klausjürgen Wussow überschrieben sein. Der TV-Star war jüngst in ein Pflegeheim eingewiesen worden. Nun holt den kranken Schauspieler offenbar dort seine finanzielle Misere ein. Gläubiger pfänden das Krankenhaustagegeld des 77-Jährigen, der einst als Chefarzt Professor Brinkmann in der ZDF-Serie „Schwarzwaldklinik“ glänzte.
„Klausi hat bei der Versicherung ein Krankenhaus-Tagegeld von 51,13 Euro abgeschlossen. Dieses Geld wird jetzt direkt an die Gläubiger ausgezahlt“, sagte Wussows Ehefrau Sabine der „Bild“. Die 47-Jährige erklärt die Pfändung damit, dass das Finanzamt das Privatinsolvenzverfahren vorzeitig beendet habe, weil man der Ansicht sei, dass Wussow Geld „gebunkert“ habe.
Die Ehefrau will sich dagegen wehren: „Es kann nicht sein, dass man einem kranken Menschen noch den letzten Cent wegnehmen will.“ Mit Streit, Scheidung und Schulden hatte Wussow in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen gemacht. 1144469, 36 Euro Schulden soll er laut „Bild“ beim Berliner Finanzamt haben.
Unterdessen hat ein langjähriger Arzt des Schauspielers die Einweisung ins Pflegeheim als „absolut nicht nachvollziehbar“ kritisiert. „Diese Art der Behandlung ist insbesondere eines Trägers des Bundesverdienstkreuzes, der sich zeitlebens für kranke Menschen und Kinder eingesetzt hat, absolut unwürdig“, so der Immunologe Nikolaus Klehr dem Magazin „Bunte“.
Zweifel äußerte Klehr auch an der Demenz-Erkrankung: „Das kann ich aus medizinischer Sicht mit Sicherheit ausschließen.“ Alle Befunde seien bei „der letzten Untersuchung vor kurzem hervorragend“ gewesen. Ehefrau Sabine hatte vergangene Woche Hoffnung, dass der Gesundheitszustand ihres Mannes sich bei intensiver Behandlung stabilisiere und er in absehbarer Zeit in die Villa in Berlin-Westend heimkehren könne. Nach Berichten von Berliner Zeitungen soll er sein Zimmer im Pflegeheim seit der Einlieferung nicht verlassen haben.
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