Studentin in Köln erkrankt: Zahl der Schweinegrippe-Fälle steigt weiter
zuletzt aktualisiert: 29.05.2009 - 18:33Köln (RPO). Die Zahl der Schweinegrippe-Fälle in Deutschland steigt weiter. Auch in Köln wurde jetzt erstmals ein Fall der neuartigen Influenza bestätigt. Die erkrankte 24-jährige Studentin werde auf der Isolierstation eines Kölner Krankenhauses behandelt, berichtete die Stadt Köln am Freitag. Damit gibt es bislang 21 bestätigte Schweinegrippe-Fälle in Deutschland. Unbestätigt ist noch ein Verdachtsfall auf einer Bundeswehr-Fregatte.
Die Kölner Studentin war am 27. Mai in Begleitung von zwei Freundinnen von einem mehrtägigen Urlaub aus New York zurückgekehrt und hatte sich unmittelbar danach in ärztliche Behandlung gegeben. Nach Aussagen der behandelnden Ärzte befinde sie sich bereits auf dem Weg der Besserung. Das Gesundheitsamt stehe außerdem in ständigem Kontakt mit ihren Begleiterinnen, hieß es.
Positive Tests in Marburg
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es außerdem einen Fall von Schweinegrippe im Landkreis Fulda. Wie das Kreisgesundheitsamt mitteilte, handelt es sich dabei um einen 47-Jährigen, der in dieser Woche von einer Geschäftsreise aus New York zurückgekehrt war. Bei ihm zeigten sich daraufhin Grippesymptome. Am Donnerstag kam er ins Krankenhaus und wurde isoliert untergebracht.
Zwei Tests am Institut für Virologie der Universität Marburg hätten positiven Befunde geliefert. Die endgültige Bestätigung seitens des zuständigen Robert-Koch-Instituts in Berlin stand jedoch noch aus. Die Frau des Patienten und die zwei Töchter seien ohne Symptome, blieben aber aus Vorsorgegründen unter häuslicher Quarantäne und Beobachtung.
Auch in Nordrhein-Westfalen sind zwei Amerika-Reisende vermutlich an der Schweinegrippe erkrankt. Die jungen Männer waren zusammen mit einer studentischen Reisegruppe und zwei Professoren in New York unterwegs gewesen. Die beiden Studenten aus Hattingen und Essen seien bei den ersten Untersuchungen positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsamt im Ennepe-Ruhr-Kreis mit. Das abschließende Ergebnis durch das Robert-Koch-Institut stehe aber ebenso noch aus und werde nicht vor Samstag erwartet.
Bundeswehr-Soldat an Virus erkrankt
Auf einer Bundeswehr-Fregatte gibt es einen weiteren Verdacht auf einen Schweinegrippen-Fall. Wie das Presse- und Informationszentrum der Marine am Freitag in Glücksburg mitteilte, erkrankte ein Soldat auf der Fregatte "Sachsen" auf dem Weg von Kanada nach Deutschland an einem Virus. Er werde medizinisch behandelt und sei isoliert untergebracht worden. Der Besatzung sei das Grippemedikament Tamiflu verabreicht worden. Es handele sich dabei um reine Vorsichtmaßnahmen. Der Nachweis über die Art des Virus werde in Kürze mittels eines Speziallabors an Land erbracht.
In Deutschland gibt es bislang 21 Fälle des neuen Influenza-Virus. Die Erkrankungen, die alle mild verliefen, verteilen sich auf Nordrhein-Westfalen (6), Bayern (7), Brandenburg (2), Sachsen-Anhalt (4), Hamburg (1) und Baden-Württemberg (1).
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