Noch keine Fortschritte: Zielfahnder jagen KZ-Arzt Aribert Heim
zuletzt aktualisiert: 17.10.2005 - 11:20Stuttgart (rpo). Der wegen grausamer Menschenversuche gesuchte ehemalige KZ-Arzt Aribert Heim bleibt verschwunden. Das baden-württembergische Landeskriminalamt verfügt nach eigenen Angaben derzeit über keine neuen Erkenntnisse über den Aufenthaltsort des Mannes. Ein Sprecher sagte in Stuttgart, bei der Suche seien Beamte der Zielfahndung eingeschaltet worden.
Die spanische Polizei hatte am Wochenende erklärt, dass es Hinweise gebe, dass sich der Gesuchte in der Provinz Girona aufhalte. Man habe Heim aber weder aufgespürt noch festgenommen. Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte berichtet, dass eine Verhaftung des 91-Jährigen kurz bevor stehe. Gegen Heim besteht ein internationaler Haftbefehl des Landgerichts Baden-Baden. Die deutschen Behörden gehen davon aus, das Heim noch lebt. Hintergrund ist, dass bislang noch niemand Interesse seinem Vermögen angemeldet hatte.
Heim soll in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mauthausen in medizinischen Experimenten hunderte Menschen mit Injektionen getötet haben. Nach dem Krieg hatte er als Arzt in Süddeutschland gearbeitet, bis 1962 Anklage gegen ihn erhoben wurde. Heim war daraufhin untergetaucht. Die deutschen Behörden haben eine Belohnung von 130.000 Euro für seine Ergreifung ausgesetzt, das Simon Wiesenthal Zentrum weitere 10.000 Euro.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







