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Zivilcourage in Bielefeld
Busfahrer rettet Opfer von Messerattacke wohl das Leben

Bielefeld . In Bielefeld hat ein mutiger Busfahrer Zivilcourage gezeigt und einer Frau bei einer Messerattacke sehr wahrscheinlich das Leben gerettet.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte der Ehemann der Frau an einer Bushaltestelle auf die 34-Jährige eingestochen. In diesem Moment hielt ein Schulbus an der Haltestelle. Ohne Zögern sprang der Busfahrer heraus und riss den Täter von seinem bereits schwer verletzten Opfer weg.

Videoaufnahmen des Schulbusses zeigen, dass das beherzte Einschreiten des Fahrers den 36-jährigen Ehemann an weiteren Attacken hinderte, wie die Polizei berichtete. "Dieses vorbildliche Verhalten des Busfahrers hat vermutlich Schlimmeres verhindert", erklärte der Leiter der Mordkommission, Markus Mertens.

"Trotzdem sollte man sich als Helfer niemals selbst gefährden", mahnte der Kriminalhauptkommissar. "Sich um das Opfer zu kümmern, Hilfe zu organisieren und später als Zeuge zur Verfügung zu stehen, zeichnet eine aktive Zivilcourage auch aus."

Nach der Messerattacke vom 13. Mai hatte sich der Täter zunächst in einem Waldgebiet versteckt. Zwei Tage später stellte er sich der Polizei, er sitzt seither wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Die 34-jährige Bielefelderin muss wegen ihrer schweren Verletzungen weiter im Krankenhaus behandelt werden.

(felt/AFP)
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