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Großbrand tötete 26 Tiere in Karlsruhe: Zündelte ein Brandstifter im Zoo?

zuletzt aktualisiert: 16.11.2010 - 13:00

Karlsruhe (RPO). Die Ursache für den Großbrand im Karlsruher Zoo, bei dem 26 Tiere getötet wurden, ist weiter unklar. Nach Angaben der Polizei können weder Brandstiftung noch ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Wie nun bekannt wurde, brannten zuvor in der Nähe des Zoos zwei Mülltonnen.

Polizeisprecher Jürgen Schöfer sagte, man könne nicht ausschließen, dass zwischen dem Großbrand im Zoo und den wenige Meter davon entfernten brennenden Mülltonnen ein Zusammenhang besteht.  "Die Ermittlungen dazu laufen", erklärte Schöfer.

Durch den Brand am Samstagmorgen gegen 4 Uhr war das Streichelgehege komplett zerstört und das benachbarte Elefantenhaus stark beschädigt worden. Alle 26 Tiere des Streichelgeheges wurden durch das Feuer getötet: sechs Walachenschafe, sechs Afrikanische Zwergziegen, acht Alpakas, vier Shetlandponys sowie zwei Sardische Zwergesel. Auf der Homepage des Zoos schrieb das Mitarbeiterteam in Großbuchstaben: "Wir sind völlig erschüttert, fassungslos und unendlich traurig über den Tod so vieler unserer Tiere."

Verletzte Elefanten werden aufwändig behandelt

Vier Elefanten, zwei Flusspferde und Flamingos waren in letzter Sekunde aus dem Elefantenhaus in Sicherheit gebracht worden. Die Elefanten erlitten Brandverletzungen und Hautabschürfungen. Zoochefin Gisela von Hegel sagte am Montag, dass die Wunden der Elefantenkühe Jenny, Rani und Ilona örtlich behandelt würden. Um Infektionen zu vermeiden, müssen die Tiere nach Rundgängen in der Außenanlage sofort abgeduscht und desinfiziert werden. Bislang gebe es keinen Anhaltspunkt, sich wegen einer Rauchvergiftung Sorgen zu machen, die sich erst mit Verzögerung zeigen könne, sagte Hegel.

Der Zoo war am Sonntag wieder für Besucher geöffnet worden, allerdings blieben die vom Brand betroffenen Bereiche abgesperrt. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks hatten das Elefantenhaus provisorisch gesichert, die Tiere konnten bereits am Samstagabend dorthin zurückkehren. Bis das Gebäude wieder vollständig wiederhergestellt ist, dauert es allerdings noch. So müssen die eingeschlagenen Türen und Fenster ersetzt werden, auch das Dach bedarf einer Reparatur. Zudem muss geprüft werden, ob die Versorgungsleitungen noch sicher sind.

dapd/wca/nje

Quelle: apd/top

 
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