Vertauschte Babys: Zusammenführung durch Adoption?
zuletzt aktualisiert: 14.12.2007 - 16:04Saarbrücken/Saarlouis (RPO). Im Fall der vertauschten Babys in Saarlouis scheint sich eine neue Wende anzubahnen: Offenbar sollen die beiden Babys jetzt per Adoption in einer Familie zusammengeführt werden.
Zuvor hatte sich bereits herausgestellt, dass die Eltern des einen Babys noch minderjährig sind. Nun wollen offenbar die Eltern des zweiten vertauschten Babys sowohl ihr bisheriges Kind als auch das Kinder Minderjährigen aufziehen. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung".
Nach Informationen der Zeitung soll es sich bei den Eltern des ersten Babys um zwei Minderjährige handeln. Der Vaterschaftstest, der die ganze Verwechslung ans Licht gebracht hat, soll dem Bericht zufolge vom Jugendamt des Kreises veranlasst worden sein. Bislang hatte es geheißen, die Zweifel eines Vaters an seiner Vaterschaft hätte die Sache ins Rollen gebracht.
Dem Zeitungsbericht zufolge soll dagegen das Jugendamt automatisch die Vormundschaft über das Neugeborene der bei der Entbindung erst 15 Jahre alten Mutter übernommen haben. Nach den geltenden Bestimmungen habe die Behörde dann die von der Mutter angegebene Vaterschaft per DNA-Analyse feststellen lassen.
Die beiden Kinder seien noch nicht ausgetauscht worden. Statt zu einem Babytausch könnte es auch zu einer Zusammenführung beider Kinder in einer Familie kommen. Das Elternpaar, das irrtümlicherweise das Kind der 15-Jährigen seit einem halben Jahr aufgezogen hat, denke derzeit darüber nach, dieses Mädchen nun zusätzlich zu ihrer leiblichen Tochter zu adoptieren.
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