Ostfriesland: Zwei Kinder und ein Mann sterben bei Bootsunglück
zuletzt aktualisiert: 27.04.2008 - 17:08Moormerland (RPO). Bei einem Bootsunglück im Kreis Leer in Ostfriesland sind am Samstagabend ein sechs Monate und ein vier Jahre alter Junge sowie ein 57-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Mann war der Großvater des Vierjährigen. Acht Menschen erlitten einen Schock, Unterkühlungen und leichtere Verletzungen. Wie sich der Unfall ereignete, ist noch unklar.
Zwei Familien mit sechs Erwachsenen und fünf Kindern aus dem Raum Moormerland hatten auf dem fünf Meter langen Motorboot einen Ausflug gemacht. Gegen 20 Uhr war das Boot auf dem Rorichumer Tief, einem bis zu 15 Meter breiten Kanal, gekentert und kieloben liegengeblieben.
Drei Menschen - ein acht Monate alter Säugling, ein vierjähriger Junge und ein 57-Jähriger - kamen ums Leben. Acht weitere Personen wurden verletzt, als die zwei befreundeten Familien am Samstagabend mit einem kleinen Motorboot in einem Kanal in Moormerland kenterten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Fünf der insgesamt elf Personen konnten sich ans Ufer retten. Fünf weitere, unter ihnen der Säugling, wurden offenbar in der Kajüte eingeschlossen und mussten von Rettungskräften befreit werden.
Der vierjährige Junge sei vermutlich während des Kenterns eingeklemmt und unter Wasser gedrückt worden, sagte ein Polizeisprecher. Das Baby und der vierjährige Junge waren zunächst noch von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht worden, dort starben sie jedoch. Der 57-Jährige wurde unmittelbar bei dem Unfall getötet. Die acht anderen Bootsinsassen kamen in Krankenhäuser. Wegen ihres Schocks konnten sie bislang nicht befragt werden. Sowohl sie als auch weitere Angehörige wurden durch Notfall- und Krankenhausseelsorger betreut.
Die acht Verletzten wurden mit leichten Blessuren, Schock und Unterkühlung in umliegende Kliniken gebracht. Sie sollen frühestens am Montag zum Hergang des Unglücks befragt werden. Ob die Familienmitglieder Schwimmwesten trugen, war laut einem Polizeisprecher zunächst nicht bekannt. Auch die Ursache des Kenterns war zunächst unklar.
Ob das Fahrzeug überladen gewesen sei, müsse noch geprüft werden, sagte der Sprecher. Es gebe für Sportboote jedoch keine Höchstgrenze. Vielmehr sei es dem Bootsführer überlassen, wie viele Personen er mit an Bord nehme. Ob die Insassen Rettungswesten trugen, sei noch unklar.
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