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Die Bundesregierung erhält einen anderen Impfstoff als die breite Masse. Experten kritisieren die Sonderregelung. Die einen befürchten, dass dadurch die Bereitschaft sinkt, sich impfen zu lassen. Grund zur Hysterie besteht allerdings nicht. Die wichtigsten Fragen zur Schweinegrippe-Impfung:
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Was unterscheidet die Impfstoffe dann?
Der Impfstoff besteht aus abgetöteten H1N1-Viren. Um möglichst schnell eine große Menge an Vakzinen herzustellen, wird indes nicht das gesamte Virus verwendet. Vielmehr benutzt man unter anderem nur die Eiweiße, mit denen sich der Erreger an menschliche Zellen heftet. Um die Wirkung des Impfstoffs zu verstärken, wird er mit den Adjuvanzien gemischt. Diese Stoffe verstärken die Immunantwort des Körpers. Zudem sorgen sie dafür, dass die Impfung auch gegen Varianten des Erregers wirkt. So ein Impfstoff ist Pandemrix, der für die breite Masse eingesetzt wird.
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Und der Impfstoff für die Regierung und Soldaten?
Sie benutzen einen Impfstoff, der nicht einzelne Bestandteile des Erregers enthält, sondern das vollständige abgetötete Virus. Dafür kann auf weitere "Verstärker" verzichten werden, weil das Vakzin so eine sehr viel heftigere Immunantwort des Körpers auslöst. Die Nebenwirkungen können dann unter Umständen aber sogar heftiger ausfallen als beim Impfstoff für die breite Masse.
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Hat Pandemrix Nebenwirkungen?
Laut dem Pharmaunternehmen Glaxo-Smith-Kline, das den Impfstoff Pandemrix herstellt, habe es eine Studie mit 39 000 Probanden gegeben. Bei den Untersuchungen seien indes keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden. Der Impfstoff mit den Wirkungsverstärkern habe lediglich zu stärkeren Reaktionen an den Einstichstellen wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen geführt.
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Was ist mit den Quecksilber-Präparaten?
Pandemrix enthält Spuren des Quecksilber-Präparates Thiomersal. Bereits seit den 30er Jahren werden solche Verbindungen eingesetzt, um Vakzine zu konservieren und vor den Befall mit Bakterien und Pilzen zu schützen. Insbesondere wenn ein Arzt aus einer großen Ampulle mehrere Impfdosen hintereinander zieht. Zwar sind die Injektionsnadeln sterilisiert, aber so minimiert man die Gefahr, das Vakzin zu verunreinigen.
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Sind Kinder oder Schwangere in Gefahr?
Eine Gefahr für Kinder konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Für die besonders von der Schweinegrippe gefährdeten Schwangeren bemühen sich die Bundesländern aber ebenfalls um den zusatzfreien Impfstoff.
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Ist eine Impfung wirklich notwendig?
Trotz seiner Kritik am Impfstoff gegen rät der Virologe Alexander Kekulé gesunden Erwachsenen dringend zur Impfung – und zwar sowohl gegen die neue als auch gegen die "normale", saisonale Grippe-Variante.