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Panorama BB Proteste Sparpaket
  Foto: dapd, APN
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Zehntausende protestierten gegen Sparpläne: Zwei Polizisten bei Demo schwer verletzt

zuletzt aktualisiert: 12.06.2010 - 22:02

Berlin (RPO). Bei den Protesten gegen das Sparpaket der Bundesregierung in Berlin ist es am Samstag zu einem schweren Zwischenfall gekommen: Zwei Polizisten wurden durch eine Explosion schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Einsatzkräfte seien aus dem Demonstrationszug heraus mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen worden.

Was genau geworfen wurde und dann explodierte, werde noch ermittelt, sagte der Sprecher. Mehrere weitere Polizisten wurden demnach leicht verletzt. Mindestens sieben Demonstranten seien festgenommen worden.

In Berlin und Stuttgart hatten am Samstag mehrere zehntausend Menschen weitgehend friedlich gegen das Sparpaket der Bundesregierung protestiert. Zu der Demonstration in Berlin hatte das Bündnis "Wir zahlen nicht für Eure Krise" aufgerufen. Die Veranstalter sprachen von 15.000 bis 20.000 Teilnehmern.

Eine Sprecherin der Organisatoren sagte, die Proteste seien "laut und friedlich" gewesen. Allerdings habe es am Zielpunkt der Demonstration am Roten Rathaus ein "herbes Auftreten" der Polizei gegeben, als die Beamten mehrfach in die Menschenmenge vorgerückt seien. Dabei habe es auch Verletzte geben. Die Demonstranten seien aber "besonnen" geblieben.

Stadtweit war die Berliner Polizei am Samstag bei Demonstrationen mit rund 1000 Beamten im Einsatz. Am späten Nachmittag war noch eine sogenannte Freiraumdemo in Kreuzberg geplant.

Die Proteste des Bündnisses richteten sich gegen das Sparpaket der Bundesregierung, mit dem aus Sicht der Veranstalter die "Umverteilung von unten nach oben" verschärft wird. Auf der Abschlusskundgebung sprach unter anderen die Linke-Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch zu den Demonstranten.

Zu dem Bündnis gehören über 100 Organisationen und Initiativen, darunter Vertreter von attac, ver.di und der Linkspartei. Die Berliner Demonstration stand unter dem Motto "Von Athen bis Berlin - Banken und Konzerne sollen für die Krise zahlen".

In Stuttgart demonstrierten nach Polizeiangaben rund 10.000 Menschen, die Veranstalter sprachen von 20.000 Teilnehmern. Zur dortigen Demonstration "gerecht geht anders" hatten unter anderem der DGB, Verdi und verschiedene Parteien aufgerufen.

Quelle: DDP/AFP/top

 
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