Nazi-Verbrecher Aribert Heim: Zweifel am Tod des KZ-Arztes
zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 - 15:20Mainz (RPO). Ist der Nazi-Arzt Aribert Heim wirklich tot? Das Simon-Wiesenthal-Zentrum zweifelt. "Es gibt kein Grab, es gibt keine Leiche und keine DNA-Nachweise", sagte Efraim Zuroff, Direktor der Organisation in Jerusalem. Er könne sich zwar vorstellen, dass der KZ-Arzt Heim 1992 in Kairo gestorben sei, aber zuvor müssten Experten die Dokumente begutachten. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist eine Organisation, die Nazi-Verbrecher jagt.
Auch die zuständigen Ermittlungsbehörden in Baden-Württemberg können den Tod des als „Schlächter von Mauthausen“ und „Dr. Tod“ berüchtigten Nazi-Verbrechers nicht amtlich bestätigen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts heute in Stuttgart. Offizielle Untersuchungen sollen jetzt den Beweis bringen. Dazu werde man gemeinsam mit den ägyptischer Behörden versuchen die Überreste des Leichnams zu finden und zu identifizieren. Den Ermittlern lägen "ernst zu nehmende Informationen" vor, dass der 1914 geborene Heim sich seit 1963 in Kairo aufhielt und dort beerdigt sei. Das würde die Recherchen des ZDF und der "New York Times" bestätigen.
Als SS-Arzt soll Heim 1941 zahlreiche Häftlinge mit Injektionen ins Herz gefoltert und umgebracht haben. Nach Recherchen des ZDF und der "New York Times" ist der Verbrecher-Arzt seit 16 Jahren tot. Er starb am 10. August 1992 in Kairo an Darmkrebs, wie der Mainzer Sender am Mittwochabend berichtete.
Heim habe sich 30 Jahre in der ägyptischen Hauptstadt versteckt. Dort sei er Anfang der 60er Jahre untergetaucht, nachdem in Deutschland Anklage gegen ihn erhoben wurde. Um seinen Aufenthaltsort zu verschleiern, sei er dort Anfang der 80er Jahre zum Islam konvertiert sein. Damit wechselte sein Name zu Tarek Farid Hussein. Vorher habe er unter seinem zweiten Vornamen als Ferdinand Heim in Kairo gelebt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







