Auch im Exil im Blickpunkt des Interesses: Die Familie des Schahs von Persien im Blickpunkt des Interesses
zuletzt aktualisiert: 12.06.2001 - 17:37Hamburg (rpo). Auch im Exil sorgte die Familie des gestürzten Schahs von Persien, Mohammed Reza Schah Pahlavi, seit nun mehr als 20 Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Der Wunsch des "Thronerben", in seine Heimat zurückzukehren oder Spekulationen über das Vermögen der Fürstenfamilie im Exil standen im Blickpunkt des Interesses.
Mit seiner dritten Frau Farah hatte der Schah zwei Töchter und zwei Söhne: Den "Thronfolger" Reza Cyrus Ali, Tochter Masumeh Fahranaz, den zweiten Sohn Ali Reza und die jüngste Tochter, die in London tot aufgefundene Leila. Zudem hatte der Herrscher noch eine Tochter aus erster Ehe. Von seiner zweiten Frau Soraya trennte sich der Fürst wegen Kinderlosigkeit. Die Scheidung von der "Märchenkaiserin" sorgte für Schlagzeilen in der Boulevardpresse.
Die Fürstenfamilie stand nach dem Gang ins Exil 1979 keineswegs mit leeren Händen da. Schon vor der Flucht aus der Heimat sollen Milliarden US-Dollar auf Schweizer Konten transferiert worden sein. Eine Reihe von Villen und Grundstücken in westlichen Ländern sollen zum Besitz der Familie gehören.
Der Schah wurde im Januar 1979 unter dem Druck der Opposition und kurz vor der Ankunft des Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Khomeini vertrieben. Nach einer Odyssee durch mehrere westliche Länder ließ sich die Schah-Familie im März 1980 zunächst in Kairo nieder, wo der Herrscher kurze Zeit darauf starb. Mit 21 Jahren hatte er 1941 den "Pfauenthron" bestiegen und regierte das Land von der ersten Stunde an mit eiserner Hand. Zu schweren Ausschreitungen außerhalb des Iran gegen ihn kam es auch bei seinem Besuch in Deutschland im Juni 1967, bei denen in Berlin der Student Benno Ohnesorg getötet wurde.
Erst kürzlich hat sein ältester Sohn in den USA nach Jahren des Exils den Wunsch geäußert, in seine Heimat zurückzukehren. Nach seiner Auffassung müsse das Volk entscheiden, welche Staatsform es haben wolle. Die Menschen wüssten, dass historisch gesehen er immer noch der Thronerbe sei.
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