Sonderuntersuchung angeordnet: Dritte Notlandung bei Qantas
zuletzt aktualisiert: 03.08.2008 - 13:27Sydney (RPO). Wegen technischer Probleme ist schon wieder ein Flugzeug der australischen Gesellschaft Qantas notgelandet. Nach drei Zwischenfällen innerhalb weniger Tage bei Qantas hat die australische Flugsicherheitsbehörde eine Sonderuntersuchung bei der Fluglinie angeordnet.
"Es gibt keinerlei Hinweise auf Fehlfunktionen bei Qantas", sagte am Sonntag Behördensprecher Peter Gibson. "Aber ich denke, es ist umsichtig und weise, mit einer Mannschaft von Experten eine Reihe von Fragen zu überprüfen."
Erst am Samstag hatte eine Qantas-Passagiermaschine mit 200 Passagieren an Bord kurz nach dem Start in Sydney umkehren müssen, nachdem der Pilot ein Leck in der Hydraulik der Landeklappen entdeckte.
Fluglotsen hätten Rauch am Heck des Flugzeugs wahrgenommen, erklärte ein Sprecher der Luftfahrtbehörde am Sonntag in der Zeitung "The Sun-Herald". Tatsächlich habe es sich aber nicht um Rauch gehandelt, sondern um Hydraulikflüssigkeit, die aus einer Klappe an einer Tragfläche ausgetreten sei, sagte eine Qantas-Sprecherin. Die Sicherheit der Maschine sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen.
Die Passagiere konnten später mit einem anderen Flugzeug nach Manila fliegen. Der Präsident der Flugbegleitergewerkschaft, Steven Reed, nannte den Vorfall beunruhigend. Die Gewerkschaft bemühe sich um ein Gespräch mit dem Management der Fluggesellschaft. Erst am 25. Juli hatte die Explosion eines Sauerstofftanks an Bord einer Qantas-Maschine in 8.800 Metern Höhe zu einem plötzlichen Druckabfall geführt und die Boeing 747-400 zu einer dramatischen Notlandung in Manila gezwungen. Im Rumpf der Maschine klaffte ein autogroßes Loch. Von den 365 Menschen an Bord wurde niemand verletzt, Passagiere berichteten aber von traumatischen Erlebnissen.
Am vergangenen Montag musste eine Boeing 737-800 kurz nach dem Start im australischen Adelaide umkehren. Die Zeitung "Herald Sun" berichtete unter Berufung auf Passagiere, mitten im Flug habe sich eine Tür des Flugzeugs geöffnet. Dagegen sagten Vertreter der Fluggesellschaft, eine Klappe des Fahrwerks sei nicht richtig geschlossen gewesen. Den schwersten Zwischenfall hatte es am 25. Juli gegeben: Eine Boeing 747-400 von Qantas musste in der philippinischen Hauptstadt Manila notlanden müssen, nachdem in fast 9000 Meter Höhe ein drei Meter breites Loch in den Rumpf des Flugzeugs gerissen war.









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