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Mexiko-Stadt
Drogenboss "El Chapo" will auspacken

Mexiko-Stadt. Jetzt bläst der Guzmán-Clan zum Gegenangriff. Zwei Monate nach der Festnahme des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán wollen seine Anwälte und Angehörigen mit einem Hungerstreik, subtilen Drohungen und lancierten Interviews wieder das Heft in die Hand nehmen. Sie würden bald eine Liste von Politikern und Parteien veröffentlichen, die Geld von dem Chef des Sinaloa-Kartells erhalten haben, kündigten die Anwälte an. Dann traten sie vor dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano in einen Hungerstreik, um gegen die aus ihrer Sicht inhumanen Haftbedingen ihres Mandanten zu protestieren.

Dem Sinaloa-Kartell werden ausgezeichnete Verbindungen ins politische Establishment von Mexiko nachgesagt. Sollte "El Chapo" tatsächlich auspacken, dürfte so mancher Politiker über die Klinge springen. Guzmáns Ehefrau Emma Coronel beschwerte sich über die Haftbedingungen ihres Manns. Er werde nachts alle vier Stunden geweckt, das sei Folter, sagte die 26-Jährige.

(dpa)
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