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Oberhausen/Seevetal
Drogenrazzia legt Zugverkehr bei Hamburg lahm

Oberhausen/Seevetal. Die Polizei hat eine Drogenbande ausgehoben, die europaweit mit Rauschgift gehandelt und große Cannabis-Plantagen in mehreren Bundesländern betrieben haben soll. Nach mehr als einem Jahr intensiver Ermittlungen schlugen die Fahnder gestern an mehreren Orten gleichzeitig zu, wie die zuständige Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei in Oberhausen mitteilten.

Bei dem Zugriff wurde in Seevetal in Niedersachsen eine Drogenplantage ausgehoben, dort wurden 1187 Cannabispflanzen in einer Lagerhalle entdeckt. Zeitweise wurde wegen des Zugriffs dort auch der Fernverkehr auf der Bahnverbindung zwischen Hannover und Hamburg unterbrochen, weil die Halle direkt an den Gleisen liegt - zum Schutz der Beamten und wegen möglicherweise flüchtender Tatverdächtiger.

Die Pflanzen und 52 Gramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von zusammen etwa 250.000 Euro wurden beschlagnahmt, sagte Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. In Berlin und Hamburg wurden mehrere Wohnungen und Geschäftsräume von Spezialeinheiten und Ermittlern durchsucht.

Insgesamt acht Männer wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wirft den Festgenommenen vor, bundesweit und in mindestens vier Fällen gewerbsmäßig Cannabis-Indoorplantagen geplant, errichtet und betrieben zu haben. Außerdem sollen sie mit mindestens 100 Kilogramm Marihuana gehandelt haben.

Die Ermittler waren der Bande auf die Spur gekommen, nachdem mehrere gewaltige Cannabisplantagen in Oberhausen, bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern und in Salzwedel entdeckt worden waren. Der Tipp kam aus Oberhausen.

(dpa)
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