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Düsseldorf
Ein Bild, eine App, viele Kunststile

Düsseldorf. Die "Prisma"-App macht aus den Handy-Fotos Kunstwerke. Fragwürdig ist der Umgang mit Nutzerdaten.

Retro ist in - auch bei der Bildbearbeitung. Das Mini-Programm "Prisma" verwandelt auf dem Smartphone eigene Fotos in einen Mondrian oder Munch. Etwa 20 verschiedene Filter gibt es. Vertreten sind Kunstrichtungen aller Epochen von Impressionismus bis Kubismus. Nutzer können Bilder wie einen Van Gogh, Kandinsky, Franz Marc, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein aussehen lassen. Unter dem Hashtag #Prisma verbreiten sich die nachbearbeiteten Fotos derzeit weltweit im Netz.

Die Bearbeitung geschieht jedoch nicht auf dem Smartphone selbst. Stattdessen lädt die App die Bilder auf einen Internetserver, wo sie von einem Algorithmus bearbeitet werden. Die Bildbearbeitung ist durch selbstlernende Programme möglich, die den Stil von Gemälden gescannt und kopiert haben. Außerordentlich leistungsstark müssen die Server sein, damit sie die Bilder in der hohen Qualität und in der großen Menge verarbeiten können.

Hinter der App steckt ein russisches Unternehmen um den Entwickler Alexey Moiseenkov. Der größte Investor ist die russische Internet-Firma "Mail.ru". Laut Nutzungsbedingungen werden Informationen gespeichert und weiterverarbeitet. Was genau damit gemeint ist, wird nicht klar. Gleichzeitig räumt der Nutzer der App weitreichende Rechte zur Weiterverwertung der eigenen Bilder ein. Weil das Geschäftsmodell hinter "Prisma" nicht vollkommen ersichtlich ist, sollten Nutzer überlegen, welche Bilder sie dort hochladen. Die App ist weitgehend werbefrei und im Augenblick noch kostenlos.

(heif)
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