Tipp-Familie gewann ohne Mathematik und Zahlenspiele: Ein Irrtum brachte zwei Lotto-Sechser
zuletzt aktualisiert: 13.05.2003 - 11:35Magdeburg (rpo). Eine Familie aus Sachsen-Anhalt bleibt der einzige Jackpot-Gewinner der Lotto-Ziehung vom dritten Mai. Durch einen Irrtum gaben sie gleich zwei Scheine ab und konnten so auch doppelt gewinnen. Experten rätseln unterdessen immer noch über die Vielzahl von 133 Sechsern bei der Ziehung.
Die Mini-Tippgemeinschaft aus dem Großraum Bitterfeld, die wie 15 weitere Lotto-Spieler bundesweit zum Sechser auch noch die Superzahl richtig hatte, kreuzte wie jede Woche einfach Familienereignisse an, zum Beispiel Geburtstage und Hochzeitstage, wie die Sprecherin der Toto-Lotto GmbH Sachsen-Anhalt, Ute Semkat, am Dienstag in Magdeburg mitteilte.
Anders als die meisten Gewinner, die sich wegen der niedrigen Quoten ärgerten, seien die Bitterfelder Lotto-Könige ausgesprochen froh. Denn ihnen sei das Husarenstück gelungen, gleich zwei Lotto-Sechser auf einen Streich zu landen und damit zwei Mal zu kassieren. Zu den 26.000 Euro für den "einfachen" Sechser auf dem einen Tipp kamen die 570.000 Euro Jackpot-Gewinn für Sechser plus Superzahl auf dem zweiten Tipp noch hinzu.
Doch keine Vorahnung, sondern ein Irrtum machte sich hier bezahlt. Die verantwortliche Spielführerin hatte vor der Ziehung versehentlich bereits einen neuen Mehrwochenschein abgegeben, obwohl der alte Schein noch gültig war. Die Tippzahlen behielt sie natürlich bei. Beim Ankreuzen habe die Spielerin nicht einmal darauf geachtet, dass im Jackpot die Traumsumme von neun Millionen Euro lag.
Von ihrem Gewinn erfuhren die Lotto-Glückspilze erst, als sie in der Presse vom gesuchten Doppelgewinner aus Bitterfeld lasen. Auf der Wunschliste, die sie sich jetzt mit ihrem Gewinn erfüllen möchten, stehen ein neues Auto und die Modernisierung der Wohnung ganz oben.
Bei der Lotto-Ziehung am 3. Mai war der Jackpot mit der Zahlenkombination 5-14-23-32-41-48 gleich 16 Mal geknackt wurden, hinzu kamen 117 Sechser. Mathematikprofessoren, Statistiker und erprobte Dauerspieler analysierten und interpretierten inzwischen die Reihe, wie weiter mitgeteilt wurde. Sie fanden Regelmäßigkeiten wie zum Beispiel Neunerschritte zwischen den Zahlen oder die Quersumme 5 bei jeder gezogenen Zahl außer der 48.
Ein Wissenschaftler habe sich erinnert, dass auf den früheren Tippscheinen von Westlotto in Nordrhein-Westfalen die Zahlenkombination ein Muster in Form eines Rösselsprungs ergibt. Von dort kommen mit 52 Sechsern und Supersechsern die meisten Gewinner der Samstags-Ziehung. Viele seien langjährige Lotto-Spieler und hätten ihre Tipps von den alten Scheinen möglicherweise übernommen.
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