Kinderpsychiaterin nach einem Gespräch mit Flüchtlingsjungen:: Elian soll nicht mit US-Verwandtschaft reden
zuletzt aktualisiert: 27.04.2000 - 07:41Washington/Havanna (AP). Eine Kinderpsychiaterin hat nach einem Gespräch mit dem kubanischen Flüchtlingsjungen Elian von einem Besuch der in Florida lebenden Verwandten abgeraten. Dr. Paulina Kernberg sagte am Mittwoch nach dem zweieinhalbstündigen Gespräch, dem Jungen gehe es sehr gut, er brauche aber mehr Zeit mit seiner Familie.
Wie eine Sprecherin des Justizministeriums mitteilte, sollten nach der Empfehlung der Ärztin die Verwandten vor einem Besuch ihre Differenzen mit dem Vater Juan Miguel Gonzalez beilegen.
Unterdessen wandte sich der Vater vor Gericht gegen einen Antrag des Großonkels Lazaro Gonzalez. Dieser hatte gefordert, seine Anwälte und Ärzte sollten Elian sehen und ihn vor Gericht vertreten dürfen. Der Anwalt von Juan Miguel Gonzalez, Gregory Craig, sagte, der Vater wolle Elian vor der Manipulation durch seine Angehörigen retten. Auch das Justizministerium sprach sich gegen den Antrag des Großonkels aus.
Unterdessen flogen Elians ehemalige Kindergärtnerin Agueda Fleitas und seine Cousine Yasmany Betancourt mit Geschenken und Schulbüchern für den Jungen nach Washington. Vier Klassenkameraden und vier Elternteile der Kinder beantragten ebenfalls Visa, um den Jungen besuchen zu können. Die US-Behörden sagten zu, die Visa auszustellen.
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