Fernseh-Dokumentation äußerst kritisch: Elizabeth II. - eine kühle Mutter?
zuletzt aktualisiert: 04.07.2000 - 12:57London (dpa). Ein wenig schmeichelhaftes Bild der britischen Königin Elizabeth II. als einer kühlen Mutter wird in einer kritischen Fernseh-Dokumentation gezeichnet, die der Privatsender ITV in diesem Herbst ausstrahlen will.
Andrew Morton, Verfasser der Bigrafie der 1997 tödlich verunglückten Prinzessin Diana ("Ihre wahre Geschichte") will nach Angaben des Senders Schluss mit den "ehrfürchtigen" Porträts der Königin machen.
"Wenn die Königin sich mit der Partnerwahl ihrer Kinder halb so sehr wie mit der Zucht ihrer Pferde beschäftigt hätte, dann hätte sie nicht all diesen Ärger gehabt", sagt die Gräfin von Bangor beispielsweise in der Sendung über die Eheprobleme im Hause Windsor. Sie habe sich jedoch wenig um ihre Kinder gekümmert. Ein Augenzeuge des frühen Ehelebens der Königin mit Prinz Philip berichtete: "Er kommandierte sie herum. Ich sollte das nicht sagen, aber ich hörte, wie er sie beschimpfte."
Morton habe mehr als 200 Leute für die Dokumentation über das Privatleben der Königin befragt - einschließlich ihres Friseurs und ihrer Stallburschen. "Es werden keine aufregenden Behauptungen aufgestellt, aber das ist auch keine Hochglanzbroschüre der königlichen Familie", sagte ein Sprecher des Fernsehsenders. Ein Sprecher des Buckingham-Palasts sagte, man habe Morton hinsichtlich der Fakten Auskunft gegeben, ihm jedoch keinen besonderen Zugang zu irgendwelchen Mitglieder des Königshauses oder Beschäftigten des Palast gegeben.
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