Situation in Passau entspannt sich: Enorme Schäden nach Hochwasser in Bayern
zuletzt aktualisiert: 25.03.2002 - 15:30Passau/Nürnberg (rpo). Das Hochwasser gibt Bayern langsam wieder frei. In den meisten Gebieten hat sich die Lage entspannt. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch unklar.
Nur noch vereinzelt galt am Montag für die Donau zwischen Straubing und Hofkirchen die zweithöchste Alarmstufe drei - dabei sind Straßen gesperrt und bebautes Gebiet überschwemmt. Nach dem schlimmsten Hochwasser seit 36 Jahren begannen in Passau unterdessen die Aufräumarbeiten. Der Rathausplatz ist wieder frei, nur noch die ufernahe Fritz-Schaeffer-Promenade ist überflutet.
"Die Schäden durch aufgeschwemmte Böden und beschädigte Waren sind enorm", sagte der Passauer Polizeidirektor Leonhard Gruber. 100 Helfer bauten inzwischen die Stege ab und reinigen die Straßen der Altstadt. Über das genau Ausmaß der Schäden herrscht noch Unklarheit. "Der Pegel der Donau ist von 9,40 Meter Höchststand am Freitagabend auf inzwischen 7,87 Meter gefallen", sagte ein Sprecher des Passauer Wasserwirtschaftsamtes der Nachrichtenagentur AP auf Anfrage.
Auch der Inn, der vor allem die Schneeschmelze in den Alpen auffing, führt statt 3.200 nur noch 1.200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Die Aussichten für die kommenden Tage lassen keine erneute Verschärfung der Hochwasserlage erkennen.
"Es sind zwar Niederschläge vorhergesagt, aber als Schnee, und das tut uns nicht weh", sagte ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsbehörde Regensburg. Hier steht der Donaupegel zwar immer noch um gut zwei Meter höher als die normalen 2,59 Meter. Eine konkrete Gefahr für die Altstadt besteht aber nicht.
Auch im Allgäu ist das "Hochwasser kein Thema mehr", wie es im Landratsamt Oberallgäu hieß. Stattdessen kehrte am Montagmorgen der Winter zurück: Die Region liegt unter einer zehn Zentimeter hohen Schneedecke.
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