Verheerendes Erdbeben in Indien: Erdbeben auch wirtschaftliche Katastrophe
zuletzt aktualisiert: 28.01.2001 - 11:15Neu Delhi (dpa). Das gewaltige Erdbeben mit bis zu 20.000 Toten hat im Westen Indiens auch eine wirtschaftliche Katastrophe verursacht. Der indische Industrie- und Handelskammerverband FICCI schätzt die Gesamtschäden an Gebäuden und durch Produktionsausfälle auf mehr als 100 Milliarden Rupien (fünf Milliarden Mark), berichtete der Fernsehsender "Star News" am Sonntag.
Gujarat, wo mehrere Städte teilweise verwüstet wurden, hatte in den vergangenen Jahren das größte Wirtschaftswachstum der indischen Bundesstaaten verzeichnet. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe sind vom Erdbeben betroffen. Die meisten von ihnen waren nicht versichert.
Die Industrie in Gujarat sei exportorientiert, sagte Amit Mitra, der FICCI-Generalsekretär. Die Sachschäden belaufen sich nach seinen Schätzungen auf 35 Milliarden Rupien, der Produktionsausfall werde in nur zehn Tagen einen Schaden von 70 Milliarden Rupien verursachen, sagte Mitra. Sunit Parik vom Industrieverband CII in Gujarat fügte hinzu, dass Großbetriebe zwar meist nur geringe Schäden erlitten hätten. Auch sie seien aber vom Produktionsausfall betroffen, weil Arbeiter und Angestellte entweder selbst zu Schaden gekommen seien oder ihren Familien helfen müssten.
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