Wehrmachtsausstellung im jüdischen Viertel: Erste Zwischenfälle bei Demo
zuletzt aktualisiert: 01.12.2001 - 15:36Berlin (rpo). Zu einer NPD-Demonstration gegen die neue Wehrmachtsausstellung sind rund 3.500 Rechtsextremisten in Berlin zusammengekommen. Dabei kam es zu ersten Zwischenfällen bei einer Gegendemonstration linker Gruppen.
In der Nähe der Synagoge an der Oranienburger Straße versuchten Gegendemonstranten nach Angaben der Polizei, Sperren zu überwinden. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen Steinewerfer ein. Auch Feuerwerkskörper wurden abgebrannt.
Nach Augenzeugenberichten wurden einige Demonstranten festgenommen, einige Polizisten und Demonstranten seien verletzt worden. Auch danach begannen Gegendemonstraten, Pflastersteine auszugraben. Unterdessen setzten sich nach Polizeiangaben etwa 1.600 NPD-Anhänger auf der Friedrichstraße in Richtung Norden in Marsch.
Nach einer Polizeidurchsage sollte der Zug "in Richtung der Ausstellung" führen. Die NPD will gegen die Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg demonstrieren, die Anfang der Woche im historischen jüdischen Viertel in Berlin wiedereröffnet wurde. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von 4.000 Beamten im Einsatz, um ein Zusammentreffen von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten zu verhindern, sagte Einsatzleiter Gernot Piestert der dpa.
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