Stefan Mross musste zum Vorspielen: Experte prüft Können von Star-Trompeter
zuletzt aktualisiert: 04.07.2000 - 18:33Detmold (dpa). Stefan Mross (24), von Kollegen angegriffener Volksmusik-Trompeter, hat am Dienstag sein Können vor einem Gutachter unter Beweis stellen müssen.
"Es ist super gelaufen", sagte der Bläser nach dem rund zweieinhalb Stunden dauernden Vorspiel bei einem Professor der Hochschule für Musik in Detmold. In etwa vier Wochen will der Wissenschaftler in einer Klanganalyse feststellen, ob Mross tatsächlich selbst bei CD-Aufnahmen in den Jahren 1995 und 1996 die Solo- Trompete gespielt hat. "Stefan Mross hat bewiesen, dass er ein großer Künstler ist, der sein Instrument hundertprozentig beherrscht", sagte sein Anwalt Fidelio Unger.
Hintergrund des ungewöhnlichen Probe-Auftritts ist ein Zivilstreit zwischen Mross und dem in Hessen lebenden belgischen Trompeter Alexandre Malempre vor dem Frankfurter Landgericht. Malempre, der ebenfalls in Detmold vorspielen musste, war Studiomusiker bei den CD- Aufnahmen. Er behauptet, ohne sein Wissen seien seine ursprünglich als Hintergrundmusik vorgesehenen Trompetenstimmen nachträglich in den Vordergrund gemischt worden. Sein Anwalt Bernd Dietrich erklärte, dass Mross vor dem Gutachter erhebliche "Probleme beim Musizieren" gezeigt habe. Er sei nicht in der Lage gewesen, Stücke aus seinem aktuellen Repertoire vorzutragen, darunter seinen derzeitigen Hit "Lampenfieber". dpa dob yynwm ms zi
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