20 Stunden vor Staatsbesuch - 15 Meter großer Krater: Explosion auf Flughafen in Siegen - keine Verletzten
zuletzt aktualisiert: 28.09.2000 - 19:38Siegen/Gießen (dpa/lnw). Knapp 20 Stunden vor der Landung der niederländischen Königin Beatrix auf dem Siegerland-Flughafen in Burbach (Nordrhein-Westfalen) ist dort am Donnerstag eine Bombe auf dem Rollfeld explodiert. Vermutlich sei der Sprengkörper eine Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg, sagte ein Polizeisprecher in Siegen. Die Königin wollte am Freitag von Burbach aus die knapp zehn Kilometer entfernt liegende mittelhessische Stadt Dillenburg besuchen.
Nach Angaben der Polizei ist der Bombenkrater 15 Meter breit und fünf Meter tief. Wenige Minuten zuvor war eine Passagiermaschine an der Stelle gelandet. Noch sei unklar, ob die Landung die Explosion ausgelöst habe. Verletzt wurde niemand, Passagiere und Besatzung des Flugzeugs kamen mit dem Schrecken davon. Der Flughafen wurde zunächst geschlossen.
Die für die Sicherheit des Staatsgastes zuständige Polizei in Gießen suchte am Abend nach einem Ersatzflughafen. In Burbach wurde am Abend nach möglichen weiteren Bomben auf dem Flughafen gesucht. Unter Umständen könne die Königin auf einem anderen Teil des Flughafens landen, so die Polizei Siegen. Dazu müsse jedoch zunächst geklärt werden, wie groß die Maschine des Staatsgastes sei.
Königin Beatrix der Niederlande soll am Freitag eine Statue ihres Vorfahren Wilhelm von Oranien in Dillenburg enthüllen. Mehrere Tausend Zuschauer aus Deutschland und den Niederlanden werden erwartet. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) will den Staatsgast bei dem Besuch begleiten.
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