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Das neue Gesicht des Euro
EZB stellt neuen Fünf-Euro-Schein vor
Die Sicherheitszeichen der neuen Euro-Geldscheine
Die Sicherheitszeichen der neuen Euro-Geldscheine FOTO: afp, DANIEL ROLAND
Frankfurt/Main. Facelift für den Euro: Ab Mai 2013 sollen die ersten neuen Scheine unters Volk gebracht werden. Am Donnerstag präsentieren Europas Währungshüter die neue 5-Euro-Note. Der Eingriff soll die Gemeinschaftswährung sicherer machen.

Anfassen kann man ihn noch nicht, aber anschauen: Am Donnerstag präsentiert die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt den neuen 5-Euro-Schein. Die zweite Banknoten-Generation soll vor allem noch sicherer werden, optisch verändern werden sich die Scheine nur leicht. Ab Mai 2013 sollen die neuen Noten der "Europa-Serie" unters Volk gebracht werden.

Seit Jahren wird an den neuen Scheinen getüftelt, im November lüfteten Europas Währungshüter bereits einen Teil des Geheimnisses: Das neue Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins werden das Motiv der griechischen Mythenfigur Europa tragen. Der aufgedruckte Wert wird seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau ändern, wenn man den Geldschein etwas neigt.

Die neuen Sicherheitsmerkmale sollen es Fälschern schwerer machen, die Noten zu kopieren - noch schwerer. Denn zuletzt waren die Falschgeldzahlen sowohl in Deutschland als auch in den 17 Eurostaaten insgesamt rückläufig. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele erklärte: "Rein rechnerisch kommt jeder Bürger in Deutschland nur einmal in 2000 Jahren mit Falschgeld in Berührung."

Fantasiearchitektur als Kompromiss

Unverändert bleibt das Material der Scheine: Auch die überarbeiteten Noten werden auf Baumwollpapier gedruckt. Erhalten bleiben auch die Stückelung von 5- bis 500-Euro sowie die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt, stehen auch künftig für Europa - Fantasiearchitektur als klassischer europäischer Kompromiss.

Bis die neuen 5-Euro-Scheine von diesem Mai an in Umlauf gebracht werden, sollen sie in der Tresoren der nationalen Notenbanken lagern.
Wann die weiteren neuen Banknoten eingeführt werden, darüber schweigt sich die EZB bislang aus.

Verbraucher müssen im Jahr zwölf nach Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 nun aber nicht ihre Sparschweine leeren und alte Scheine zur Bank tragen: Die bisherigen Euro-Noten bleiben gültig und werden nach und nach von Zentralbanken wie der Deutschen Bundesbank aus dem Verkehr gezogen. Und auch nach Ablauf der Gültigkeit können Verbraucher alte Euro-Scheine bei einer Notenbank umtauschen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im November versichert: "Ihren Wert behalten die Banknoten der ersten Serie für immer."

Quelle: dpa/csr
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