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Hannover
Familiendrama mit vier Toten in Hannover

Hannover. Der Ablauf des Familiendramas mit vier Toten in Hannover und im Vorort Laatzen-Gleidingen ist weiter unklar. Die Polizei sicherte gestern Spuren und befragte Zeugen aus dem Umfeld der Familie. Der 41 Jahre alte Vater war am Dienstag erstochen in seinem Haus in Gleidingen entdeckt worden. Danach wurden auch seine 35-jährige Frau und die beiden drei und neun Jahre alten Kinder tot in einer Wohnung in Hannover gefunden. Das Paar lebte nach Angaben von Anwohnern getrennt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter zuerst ihren neunjährigen Sohn und die dreijährige Tochter und dann sich selbst tötete. Zu den genauen Umständen dieses erweiterten Suizids machte ein Polizeisprecher zunächst keine Angaben. "Die Leiche des Vaters wird zurzeit obduziert", sagte der. Ob die 35-Jährige ihren Mann erstach, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Die Familie war erst vor zwei Jahren in den Klinkerbau in Gleidingen gezogen und hatte begonnen, das Haus zu renovieren, wie ein Nachbar sagte. Auch nach der Trennung wurden die Kinder beim Vater gesehen. Nach Medienberichten soll es Streit über die Besuche der Kinder gegeben haben. Anwohner berichteten auch davon, dass die Frau längere Zeit krank war.

Der 41-Jährige war von seinen Eltern entdeckt worden. Weil die ebenfalls in dem Haus gemeldete Ehefrau und die Kinder nicht dort waren, fuhren die Ermittler zu der Wohnung im Vorort. Dort fanden sie die Leichen.

(dpa)
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