Noch immer keine heiße Spur: Fast 1000 Hinweise im Fall Peggy
zuletzt aktualisiert: 28.05.2001 - 15:43Lichtenberg (rpo). Trotz annähernd 1000 Hinweisen aus ganz Deutschland fehlt von der neunjährigen Peggy Knobloch aus dem oberfränkischen Lichtenberg auch nach drei Wochen noch jede Spur. "Wir haben immer noch keine konkrete Ermittlungsrichtung", sagte Polizeisprecher Klaus Bernhardt am Montag in Hof.
Die Bandbreite der Recherchen der 60-köpfigen Sonderkommission reicht vom familiären Umfeld des Mädchens bis zur Kinderpornoszene in der benachbarten Tschechischen Republik.
Peggy Knobloch war am späten Abend des 7. Mai von ihrer allein erziehenden Mutter als vermisst gemeldet worden. Nach Schulschluss hatte sie sich von zwei Klassenkameradinnen verabschiedet. Zeugenaussagen zufolge stieg das Kind am Nachmittag in einen roten Mercedes vermutlich mit tschechischem Kennzeichen, kurze Zeit später stieg sie aber wieder aus. Zuletzt wurde das Mädchen am Abend am Ortsausgang von Lichtenberg mit ihrem City-Roller gesehen.
Die großflächige Suche nach der Vermissten wurde nach gut einer Woche ergebnislos abgebrochen. Auch der Einsatz von Tornados der Bundeswehr half nichts. "Das Einzige, was wir ausschließen können, ist ein Unfall", heißt es seit Tagen bei der Polizei.
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