Kolumne: Komödie

Tête-à-tête mit dem Präsidenten

Das könnte man sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel niemals vorstellen: dass sie sich in den französischen Präsidenten verliebt und tatsächlich eine Beziehung mit ihm anfängt. Deshalb ist es gut, dass es Komödien gibt, die der deutsch-französischen Freundschaft eine neue Bedeutung geben dürfen. Ausgerechnet auf einem EU-Gipfel zur Energiewende begegnen sich Veronica Ferres als deutsches Staatsoberhaupt Anna Bremer und der französische Präsident Guy Dupont, gespielt von Philippe Caroit. Zunächst sind sich die beiden nicht sonderlich sympathisch, später entdecken sie ihre Zuneigung und ihre gemeinsame Vergangenheit bei einem nächtlichen Steh-Imbiss in der Küche. Vor 25 Jahren verbrachten sie die Nacht des Mauerfalls miteinander. Glaubwürdig ist die Geschichte nicht: Anna Bremer war zu diesem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt. Außerdem erschließt sich nicht, warum der neue Präsident seine Jugendliebe nicht schon im Fernsehen wiedererkannt hat, immerhin ist sie bereits seit zwei Jahren Kanzlerin. mehr

Kolumne: Abenteuer

Der französische James Bond

Largo Winch (Tomer Sisley) ist durch seinen verstorbenen Vater Nerio Winch, der einen milliardenschweren Finanzkonzern aufgebaut hat, zu einem riesigen Vermögen gekommen. Largo möchte das Geld mit Hilfe von Alexander Jung (Laurent Terzieff), einem Freund seines Vaters, in einen humanitären Hilfsfonds, eine Stiftung, überführen. Aus rechtlichen Gründen soll der Vertrag auf hoher See unterzeichnet werden. Doch noch bevor die Tinte trocken ist, entert die Küstenwache Largos Yacht, und er muss sich mit der Staatsanwältin Diane Francken (Sharon Stone) auseinandersetzen. Die ermittelt gegen Largo wegen illegaler Geschäfte mit der Militärjunta in Burma. Largo reist nach Südostasien und erfährt dort, dass ausgerechnet seine große Liebe aus alten Zeiten, Malunaï (Mame Nakprasitte), gegen ihn aussagen soll. mehr