| 15.15 Uhr

RTL-Show "Adam sucht Eva"
Schlimmer geht's ja immer

"Adam sucht Eva 2015" – die Kandidaten der dritten Show
"Adam sucht Eva 2015" – die Kandidaten der dritten Show FOTO: © RTL
Düsseldorf. Da sag noch einer, bei "Adam sucht Eva" lerne man nichts. Wer das behauptet, hat nicht hingehört. Mindestens lernt man diverse Bezeichnungen für primäre Geschlechtsmerkmale: Mr. Torpedo, Torpedo, Wheewhee, Glocken, Hupen. Was man ebenfalls lernt: Es gibt durchaus noch etwas, das - was das Niveau angeht - unterhalb der RTL-2-Sendung "Frauentausch" angesiedelt ist.

Deutlich unterhalb. Und doch: Das Phänomen "Totes Tier auf der Straße" funktioniert immer wieder auch im Fernsehen. Heißt: Das Bild ist eklig, hinschauen muss man doch.

Am Mittwoch lief Folge drei, und die Wahrheit ist: Es ist immer noch unklar, wie genau diese Sendung funktioniert, wer wann mit wem warum auf welcher Insel ist und was er oder sie da tut. Das liegt womöglich daran, dass es kein wirkliches Konzept gibt - außer der verordneten Nacktheit natürlich. Die ist der Ursprung für weltumstürzende Sätze wie diese: "Ich find´s toll, dass du gemachte Glocken hast", wie Achi zur rothaarigen Marie sagt.

"Ich muss die ganze Zeit auf seinen Wheewhee schauen, der ist ein bisschen klein", sagt Bahati über Achi. Der selbst ist aber ganz begeistert von sich. Gleich zwei Mal zu zwei unterschiedlichen Frauen sagt der Österreicher im Brustton der Überzeugung, er sei ja nicht allein gekommen, sondern habe Mr. Torpedo mitgebracht. Dieser Torpedo passe ganz prima zur Sportskanone, womit Achi wiederum Kandidatin Jeannina meint. Sie sieht das leider anders und sucht André aus, um mit ihm zur Insel der Liebe zu rudern. Achi ist ernstlich entsetzt, hat er doch noch kurz vor der Entscheidung getönt: "Ich glaub, dass der andere gehen muss - ich bin ja der tolle Hecht und der tolle Knecht." Achi kann es sich vermutlich kaum vorstellen, aber die Tatsache, dass André seinen Torpedo nicht sekündlich erwähnt hat, dürfte ihm am Ende den ersehnten Sieg gebracht haben.

Die besten Sprüche aus "Adam sucht Eva"

Während Jeannina und André auf der Liebesinsel turteln, hat Marie (zur Erinnerung: die mit den gemachten Glocken) längst wieder Klamotten an. Sie hat das Camp nach Nacht Nummer eins und nur wenigen Nacktstunden verlassen. Ihre Erkenntnis: Hier sei sie nicht sie selbst, überhaupt gefalle ihr keiner der Adams wirklich. Gut möglich aber, dass Torpedo-Achis Begrüßung Marie noch ein kleines bisschen schneller von der Insel vertrieben hat: "Du bist schön, ich bin schön... äh, wie heißt du nochmal?" Bahati und Jeannina dürfen so also allein ein Spiel spielen, das irgendetwas mit Laufen, Schwimmen, Puzzeln und Glocke läuten zu tun hat.

Bahati verliert, gibt sich aber großherzig und sagt: "Niemand verliert gern, aber manchmal muss man sich auch mit den Situationen arrangieren." Dabei hat sie es jetzt dreifach schwer: 1. Sie bleibt zunächst mit Achi allein zurück auf der Insel; 2. Sie bekommt mit Heidi aus Pirmasens (O-ton: Pirmaaaaahsns) eine Konkurrentin vor die Nase gesetzt; 3. Am Abend gibt es nichts zu essen, weil Achi, der Held, Grillgut und Salat großzügig mit Sonnenöl eingeschmiert hat. Harte Zeiten.

Jeannina und André, Sportskanone und Jesus, treffen sich am Ende angezogen vor Sonnenuntergangskitschkulisse wieder. Sie im kurzen, aggrobunten Kleidchen und mit gewöhnungsbedürftiger Deko im Haar, er in zu spitzen Schuhen und geschmacklosem Karohemd. Ach, wären sie doch nackt geblieben.

Hier geht es zu den besten Sprüchen der Sendung.

Weitere Informationen zur Sendung in unserem Dossier.

(grof)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Adam sucht Eva 2015 auf RTL: Wer turtelt auf der Liebesinsel?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.