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Erdogan Atalay von "Alarm für Cobra 11"
"Ich fahre schon mal etwas schneller"

Alarm für Cobra 11 mit Erdogan Atalay: "Ich fahre schon mal etwas schneller"
Erdogan Atalay spielt seit 1996 bei "Alarm für Cobra 11" mit. FOTO: Lammertz, Thomas
Köln. Zum Start der neuen Staffel "Alarm für Cobra 11" spricht der Actionstar über Verkehrssünden und unangebrachte Kritik.

Sie rast und rast und rast: Mit dröhnenden Motoren, quietschenden Reifen und explodierenden Luxuskarossen begeistert die Actionserie "Alarm für Cobra 11" seit bald 20 Jahren ihre Fans. Am Donnerstag (20.15 Uhr, RTL) geht der Dauerbrenner in die nächste Runde. Fast von Anfang an dabei ist Hauptdarsteller Erdogan Atalay: Der deutsche Schauspieler mit türkischen Wurzeln verkörpert Kriminalhauptkommissar Semir Gerkhan. Atalay wurde 1966 als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter in Hannover geboren, spielte in Hamburg Theater und hatte in den neunziger Jahren erste Gastrollen in diversen Fernsehserien.

Herr Atalay, was für ein Auto fahren Sie privat?

Erdogan Atalay Ich habe einen alten Triumph Spitfire von 1969, bei dem machen Sie noch die Motorhaube auf und sehen mit einem Blick, was Sache ist - ganz anders als bei neuen Autos, die ja immer gleich an den Computer angeschlossen werden müssen. Außerdem fahre ich einen Maserati 3200 GT, Baujahr 1999, der ist auch sehr schön und hat einen tollen Motorsound. Und dann noch eine ganz normale Familienkutsche neueren Baujahrs mit viel Blech drum herum, ich bin ja schließlich Familienvater. Aber dieser Wagen gehört genau genommen meiner Frau.

Dann sind Sie also ein Autonarr.

Atalay So würde ich mich zwar nicht bezeichnen, aber ich stehe schon auf Autos und hätte auch gerne noch ein paar mehr. Ich würde ganz gerne Oldtimer sammeln, aber das kann man ja nicht mehr bezahlen, so teuer sind die geworden.

Wie viele Punkte haben Sie in Flensburg?

Atalay Ich habe da noch nicht genau nachgeguckt, aber es sind zu viele, glaube ich. Der Führerschein war auch schon drei Mal weg, allerdings jeweils nur für einen Monat. Den Idiotentest musste ich also Gott sei Dank noch nie machen (lacht).

Sind Sie ein Raser?

Atalay Nö, eigentlich gar nicht, ich würde meinen Fahrstil eher als defensiv und vorausschauend bezeichnen. Ich rase nicht bei hohem Verkehrsaufkommen und drängle nie, das kann ich wirklich sagen. Aber ich fahre schon mal etwas schneller, wenn die Straße leer ist - und werde dummerweise immer dann geblitzt.

In der Serie "Alarm für Cobra 11" haben Sie ja gewissermaßen die Lizenz zum Rasen. Tut es Ihnen nicht manchmal weh, dass dabei so viele Autos kaputt gehen?

Atalay Schon. Aber was der Zuschauer nicht sieht, ist, dass die Autos, die wir kaputt machen, fast immer keine Straßenzulassung mehr bekommen könnten. Es gibt bei solchen Szenen immer mindestens zwei Autos. Eins, mit dem die Fahrszenen gemacht werden und an das kein Kratzer kommt. Und ein identisch aussehendes, das kaputt gemacht wird - und es normalerweise vorher auch schon war.

Sie sind seit 20 Jahren der Held von "Cobra 11". Ist das nicht langweilig?

Atalay Ganz klar: Nein. Und zwar, weil ich die Arbeit und die Serie mag. Ich mag einfach die Action, und ich finde es gut, dass sich die Serie ständig wandelt. Wir haben nie stagniert, und das ist es auch, was den großen Reiz der Serie für mich ausmacht. Außerdem erfordert das Format nach wie vor eine sehr hohe Konzentration. Langweilig wird es einem da nicht. Außerdem habe ich es ja immer wieder mal mit einem anderen Partner zu tun.

Vinzenz Kiefer hört ja schon wieder auf. Was sagen Sie dazu?

Atalay Ich finde das schade, weil er ein sensationeller Schauspieler ist. Aber das ist eben der Preis dafür, dass man sich immer wieder neu erfindet. Die Serie soll wieder etwas humorvoller und leichter werden. Das ist mit Vinzenz Kiefer aber nicht möglich, weil seine Figur so dunkel angelegt wurde, dass die Verantwortlichen der Meinung waren, dass der Sprung mit dieser Figur nicht zu machen ist. Das hat aber nichts mit der schauspielerischen Qualität von Vinzenz Kiefer zu tun.

Wie finden Sie es, dass manche Kritiker Ihre Serie für Krach-Bumm-Action ohne Sinn und Verstand halten?

Atalay Das halte ich für eine Frechheit, weil es mir zeigt, dass die noch nie bei uns reingeschaut haben und sich trotzdem ein solches Urteil erlauben. Es ist einfach nicht wahr, dass bei uns nur Autos durch die Gegend fliegen. Natürlich tun sie das, wir sind schließlich eine Actionserie. Aber es gibt bei uns auch spannende Storys und viele dramatische Situationen ohne Action. Wer es guckt, der mag es. Und wer es nicht mag, darf gerne umschalten.

Quelle: RP
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