| 14.59 Uhr

Düsseldorf
Doku über Antisemitismus nun doch im Ersten

Auserwählt und ausgegrenzt: Antisemitismus-Doku in der ARD am 21. Juni
Die Doku zeigt Bilder aus dem Juli 2014: Parallel zum Gaza-Krieg demonstrieren auch in Berlin Anti-Zionisten. FOTO: Screenshot
Düsseldorf. In der Debatte um die umstrittene Antisemitismus-Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" haben die Öffentlich-Rechtlichen eine Kehrtwende gemacht: Am kommenden Mittwoch, 21. Juni, ab 22.15 Uhr sendet das Erste die für Arte produzierte Dokumentation nun doch.

"Das Thema der Dokumentation war und ist uns wichtig", schrieb WDR-Intendant Tom Buhrow. Im Anschluss an den Film wird am Mittwoch Moderatorin Sandra Maischberger in ihrer Talkrunde mit Gästen über die Doku diskutieren. Dabei sollen auch die vom WDR beanstandeten Mängel berücksichtigt werden. "Wir haben den Film intensiv geprüft, und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen", so Buhrow. Wochenlang hatten der WDR und Arte die Dokumentation von Joachim Schroeder und Sophie Hafner zurückgehalten, weil der produzierte Film nicht den Absprachen entspreche und handwerkliche Mängel enthalte, hieß es. Bereits am vergangenen Dienstag hatte die "Bild"-Zeitung den Film für 24 Stunden online gestellt. Laut "Bild" ist der Film rund 200.000 Mal von Nutzern geklickt worden.

Zur Prüfung des Films hatte der WDR dann Ende vergangener Woche ein halbes Dutzend Rechercheure beauftragt. Die Prüfung dauere noch an. Arte verweigert die Ausstrahlung nach wie vor.

(ball)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Auserwählt und ausgegrenzt: Antisemitismus-Doku in der ARD am 21. Juni


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.