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"Bauer sucht Frau"
Romantisches Bad im Pferdetrog

Romantisches Bad im Pferdetrog
Romantisches Bad im Pferdetrog FOTO: RTL
Düsseldorf. Auch in der siebten Folge von "Bauer sucht Frau" herrschte landauf, landab fröhliches Miteinander. Die einen sammelten romantisch Eseläppel auf, die anderen kühlen sich im rustikalen Pool ab. Und am Ende stellt Roland Verena sogar die Frage aller Fragen. Von Marlen Keß

Für Barbara, die diesmal kein Dirndl trägt, beginnt die Hofwoche bei Christian in Niederbayern mit einer süßen Überraschung: Zum Frühstück trägt der Rinderzüchter dick auf und serviert eine Schwarzwälderkirschtorte – natürlich stilecht mit Bauer sucht Frau-Zuckerschrift. Aber nicht nur beim Frühstück sind die beiden sich einig – "Wir mögen beide nur Süßes zum Frühstück und sie ist ja auch eine Süße", ist Christian entzückt – auch beim Dialekt (den RTL durchgehend untertitelt) passt's.

Und dann überzeugt Christian auch noch als Rinderflüsterer und ruft seine freilaufenden Kühe beim Namen. Und diese kommen tatsächlich angelaufen, eine nach der anderen. "Das hat mich total fasziniert", gibt Barbara beseelt zu und weiß gleich danach selbst zu punkten. Beim gemeinsamen Eiersuchen im Hühnerstall kann sie Christian erzählen, woher es kommt, dass manche Hühner braune und andere weiße Eier legen ("Das liegt an den Ohrlappen von den Hennen") und gibt anschließend zufrieden zu Protokoll: "Damit hab ich ihm richtig imponiert."

Das wurde aus den Paaren bei "Bauer sucht Frau" FOTO: RTL / Stephen Power

Auch Berthold weiß seine Anja zu beeindrucken und packt ihr für den Abreisetag ein ordentliches Lunchpaket. In der Pfalz frühstückt man allerdings herzhaft – Fleischwurst, Brötchen und noch mehr Wurst – und nimmt den Kaffee dann auch gerne mal Togo (kein Tippfehler!). Schließlich steht der romantische Abschluss der gemeinsamen Woche an: Ein letztes Mal werden gemeinsam die Eseläppel weggefegt. "Ich bin traurig, dass Anja bald wegfährt", sagt Berthold – auf die Frage, was er dazu sagen würde, wenn Anja beim nächsten Mal ihr geliebtes Pferd mitbringt, fällt ihm allerdings wenig ein: "Wenn wir da Platz für haben…ok, sonst machen wir halt Salami draus."

Beide sind trotz dieser eher bedrohlichen Aussicht davon überzeugt, dass sie sich bald wiedersehen und freuen sich schon auf den nächsten Besuch der 49-jährigen Saarländerin: "Für mich war das sehr viel wert, denn mich gibt's nur mit Pferd", wird Anja sogar kurz poetisch.

Unterhosen von der Ex

In Sachsen hingegen weiß der 76-jährige Gerhard, der damit der älteste Kandidat aller Zeiten ist, wie er seine Nicole begeistern kann: Beim gemeinsamen Wäscheaufhängen plaudert er fröhlich aus, dass sowohl seine Unterhosen als auch das schicke Hemd Geschenke der Ex-Freundin sind. Das findet Nicole schon etwas "drollig" und zieht sich anschließend alleine in den Hühnerstall zurück, um Eier zu suchen. Als sich für den Nachmittag jedoch Familienbesuch ankündigt, ist alles vergessen und Nicole backt einen leckeren Kuchen.

Selbst Witze an der Kaffeetafel über die große Kinderschar des Bauern und die Tatsache, dass Gerhard seine acht Kinder von fünf Frauen nur mit großen Schwierigkeiten aufgezählt bekommt, können das Glück nicht trüben. Beim Bad im Pferdetrog – stilecht mit Pferd daneben – zögert Nicole zwar, Gerhard ist aber trotzdem glücklich: "Ich wollte sie da zwar reinlocken, aber sie hat die Füße reingesteckt, das war auch schon sehr mutig."

Herzklopfen bei Bauer sucht Frau FOTO: RTL

Mutig ist auch Ingrid – die 63-Jährige folgt ihrem Fritz trotz des hexenhaft misslungenen Willkommensspruchs, "Tritt ein in mein kleines Knusperhäuschen", in dessen rot-weiß gestrichene Bullerbü-Hütte in Schweden. Hand in Hand betreten die beiden das Haus – und auch sonst geht es hier durchaus flott: Das erste Küsschen gibt‘s schon bei der Ankunft und beim Abendbrot wird direkt mal Schwedisch gelernt. "Seit du hier bist, ist der Sonnenschein eingezogen", genießt Fritz in vollen Zügen – und Ingrid freut's.

Währenddessen zeigt sich der erst 29-jährige Martin, "Bauer im Nebenerwerb", was immer das auch heißen mag, ebenfalls von seiner romantischen Seite – und stellt seine Auserwählte Julia gleich mal seinen Eltern vor. Die ist davon zwar ein bisschen überrascht ("im normalen Leben lernt man die Familie ja erst nach dem Partner kennen"), zeigt aber keine Scheu. Bei einer zünftigen Brotzeit mit Bier sitzen alle zusammen und Martin, dessen Auftritte wohl aufgrund seiner Jugend stets mit wummernder Chartsmusik unterlegt werden, gibt Julia ein High-Five und stößt, ebenfalls in jugendnaher Sprache, mit ihr auf eine gute Hofwoche an: "wenns läuft, dann läufts."

Ziegenquiz mit Schnaps

Auch im Sauerland lernt die 20-jährige Verena heute die Liebsten von Roland kennen: Erst werden mit der Mutter die Ziegen gemolken und dann sieht sie sich dem Junglandwirte-Stammtisch samt Anhang gegenüber. Beides stellt sich aber als weniger schlimm heraus als es zunächst klingt. Beim Melken stellt sich Verena gut an und frohlockt: "Ich könnte mir schon vorstellen, die nächsten 50 Jahre als Ziegenwirtin zu arbeiten." Bevor er seine Verena den Freunden vorstellt, liegt Roland allerdings noch etwas Ernstes auf dem Herzen.

Bilder der vierten Folge FOTO: RTL

Bei einer Tasse Kaffee wagt er sich nach einigen Komplimenten endlich an die Frage aller Fragen: "Könntest du dir vorstellen, für mich dein Nasenpiercing rauszunehmen?" Verena nimmt's mit Humor – und ist schließlich auch selbst überzeugt: "Meine Oma hat mir auch immer gesagt, dass ich ohne das Piercing viel besser aussehe." Damit steht dem Treffen mit Rolands Stammtisch der Junglandwirte – ganze zwei junge Männer sind mit Freundin gekommen – nichts mehr im Wege.

Hier gibt es ein Ziegenquiz, ziemlich viel Schnaps und hinterher sind alle glücklich. "Verena kommt einfach überall gut an, bei meinem Stammtisch, bei meiner Familie – und bei meinen Ziegen", fasst Roland glücklich zusammen.

 
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