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"Die Eifelpraxis - Erste Hilfe aus Berlin"
Berlinerin zieht in die Eifel

Berlin. In einer neuen ARD-Reihe verschlägt es eine Überlebenskünstlerin aus der Hauptstadt in die Provinz. Von Klaus Braeuer

Arztserien oder -filme gibt es genügend im deutschen Fernsehen - da fängt man am besten mit dem Aufzählen erst gar nicht an. Viele davon sind längst vergessen. Jetzt startet ein neues Format, aus dem - bei Quotenerfolg - eine Reihe werden könnte. Zu sehen ist die erste Folge von "Die Eifelpraxis" mit dem Titel "Erste Hilfe aus Berlin" heute im Ersten. Zwei weitere mit den Titeln "Ein heißer Sommer" und "Väter und ihre Söhne" sind bereits abgedreht, die Sendetermine stehen noch nicht fest.

"Ich bin die Neue": So stellt sich Vera Mundt (Rebecca Immanuel) bei ihren diversen Jobs in Berlin vor: Verkäuferin, Babysitterin, Kellnerin. Die Überlebenskünstlerin schafft das alles parallel, und ganz nebenbei zieht sie auch noch ihre beiden schulpflichtigen Kinder Paul (Tom Böttcher) und Mia (Mascha Schrader) alleine groß. Obwohl sie Probleme mit Autoritäten hat und nicht flexibel ist, bewirbt sie sich in ihrem alten Krankenhaus erneut als Krankenschwester - wofür sie überqualifiziert ist. Als ihr ein aalglatter Arzt die Absage persönlich überbringt, sagt sie nur: "Haben Sie einen Knall?". Doch ihre ehemalige Kollegin Greta (Karin Giegerich) vermittelt sie an die Praxis von Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz), wo sie sofort als Versorgungsassistentin (sie ist für Hausbesuche bei den Patienten zuständig) anfangen kann.

Also zieht die kleine Familie wohl oder übel in die Eifel, genauer nach Monschau in der Rureifel, nahe der belgischen Grenze. Das Häuschen sieht außen auf den Fotos viel besser aus, riecht innen ziemlich vermufft und hat keinen Internet-Anschluss. Die Kinder sind nicht sonderlich erbaut, Mundt ist es von ihrem neuen schroffen Chef auch nicht. Sie wird gleich mit 16 Hausbesuchen bei Patienten versorgt, die bis zu 100 Kilometer auseinander wohnen.

Regisseurin Sibylle Tafel und Autorin Brigitte Müller setzen auf muntere Dialoge und viel hübsches Lokalkolorit samt reichlich Fachwerk. Als Stichworte für die aufgezeigten Probleme seien genannt: Zu wenige Landärzte mit zu vielen Patienten, für die viel zu wenig Zeit für Zuspruch bleibt, Kostenexplosion und tägliche Überforderung.

"Die Eifelpraxis - Erste Hilfe aus Berlin", Das Erste, 20.15 Uhr

(dpa)
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