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Berlin
Bürgermeister von Bad Hersfeld stellt sich hinter Wedel

Berlin. Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Regisseur Dieter Wedel (75) hat der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling seinem Festspiel-Intendanten den Rücken gestärkt. "Ich habe keinen Anlass, an der Glaubwürdigkeit von Dieter Wedel zu zweifeln. Er genießt unser vollstes Vertrauen", sagte der parteilose Fehling gestern. In einem Bericht des "Zeit-Magazins" kamen mehrere Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen gegen Wedel erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel wies die Aussagen zurück. Sein Anwalt teilte auf der Seite der Bad Hersfelder Festspiele mit, die Vorwürfe seien unzutreffend und nicht gerechtfertigt.

Derweil wurden gestern Forderungen nach einer überbetrieblichen Beschwerdestelle für die Branche lauter. "Auch in Deutschland wurden Schauspielerinnen und Schauspieler, die Belästigung erfahren haben, viel zu lange allein gelassen", sagte Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Dem ZDF hatten bislang nach eigenen Angaben keine Hinweise auf die Vorwürfe vorgelegen. "Es handelt sich um schwerwiegende Vorwürfe gegen Herrn Wedel, die dieser in einer eidesstattlichen Versicherung zurückgewiesen hat", erklärte der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag in Mainz. Auch eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion sagte, dem Sender seien die Vorwürfe nicht bekannt gewesen.

(dpa)
 
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